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Das Haus besteht aus einem brusthohen Lehmring, innen ist durch eine Lehmmauer die Schlafstelle vom Wohnraum geschieden. Der Eingang ist vorgebaut und dicht unter dem nasenartig vorspringenden Dach ein Speicher angebracht.
Das halbkugelige Dach ist aus Gras gefertigt und reicht an den Seiten bis fast auf die Erde herab, so daß der Lehmeinbau absolut vor Regen geschützt ist. Meistens ist das Haus auf einer kleinen natür
lichen Bodenerhebung, z. B. auf einem alten Termitenhaufen angelegt.
Bei der Dorfanlage habe ich sowohl Haufen- Reihen-, als auch Ringdörfer beobachtet; letztere besonders zwischen Bosum und Buala.
Anschließend an die Schilderung der im Arbeitsgebiet der Expedition wohnenden Völker will ich noch einen Sprachvergleich anführen, der vielleicht für den Fachmann von Interesse ist:
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| Schild |
Schwert
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Über die wirtschaftlichen Aussichten der hier beschriebenen Gebiete muß natürlich noch mit großer Vorsicht geurteilt werden. Es ist aber als sicher anzunehmen, daß durch die geplante nach Nord-Kamerun führende Bahnlinie eine wirtschaftliche Erschließung des reichen Laka-Landes erfolgen wird. Die bei den Eingeborenen schon bekannte Erdnußkultur kann dem Bedarf entsprechend vergrößert werden, es bietet sich die Möglichkeit des Hanfanbaues und schließlich ist das Land durch seine Fruchtbarkeit und scharf begrenzte Regenzeit als Baumwolland geeignet.
Für das von den Verkehrsstraßen noch entfernter liegende Baja-Land ist die Frage schwerer zu
beantworten, da mir bis jetzt ein zur Ausfuhr geeignetes Landesprodukt nicht bekannt ist. Wird aber das Land durch eine den Ubangi-Zipfel durchschneidende Zweiglinie der künftigen Kamerun- Hauptbahn erschlossen, so scheint es bei dem regen Handelssinn der Eingeborenen leicht zu sein, das Volk zur Gewinnung geeigneter Landesprodukte heranzuziehen.
Da aber der Eingeborene die wichtigste Grundlage für die Auswertung tropischer Gebiete ist, so kann die Erwerbung des Laka- und Baja-Landes mit seiner gesunden und dichten Bevölkerung schon jetzt nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Das Pende—Logone-Gebiet.
Von Hauptmann Otto Tiller.
Dort, wo der Pende anfängt, die Grenze gegen Französisch-Äquatorial-Afrika zu bilden, etwa bei dem Dorfe Gore, endet die vom Kongo kommende mitten durch das Gebiet der Laka-Stämme führende große Straße. Sie verbindet Carnot am Ssanga über Bosum mit Gore. Von hier geht sie längs dem Ostufer des Logone weiter, zahlreiche französische Postierungen berührend, um schließlich den Gouvernementssitz Fort Lamy am Schari zu erreichen. Zur Zeit der französischen Herrschaft mußte die unbedingte Sicherheit der Verbindung
der Tschadsec-Gebiete mit dem Kongo gewährleistet sein. Mit allen Mitteln haben die Franzosen die Sicherung und Besiedlung dieser Straße betrieben, während von irgendwelcher Verwaltungstätigkeit in dem Laka-Gebiet wenig zu merken war. Auch das Verhalten der mehr abseits wohnenden Eingeborenen deutete darauf hin, daß sic mit den Europäern noch nicht oder wenig in Berührung gekommen waren. Alle im Einzugsgebiet dieser Straße liegenden Ortschaften wurden in möglichste Nähe der Straße verlegt. Auf diese Weise haben die