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Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
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Subordnung: AglOSSB.

Familie 1.: Daetylethridae.

Xenopus nuilleri, Ptrs.

Sansibar; i Individ.; Sir J. Kirk S.; Boul., Cat. Bat. S. 458- Sansibar; Sumpf bei Kibueni; 6 ganz junge; Stuhlmann S.; 2. Mai 1888. Pfeffer in Stuhlmann X, S. 36.

Sansibar; 17 Larven; Stuhlmann S.; 27. Mai 1888 Sansibar; 1 Individ.; Stuhl mann S.; 12. Juli 1888 Sansibarinsel; I Individ.; Stuhlmann S.; 6. August 1888 Sansibarinsel; 7 Larven; Stuhlmann S.; 6. August 1888 Sansibarsumpf; 3 Larven; Stuhlmann S.; 6. August 1888 Sansibar; 19 Larven, 1 alt; Stuhlmann S.; 15. Juni 1889 Sansibar; Tümpel bei der Wasserleitung; 2 Individ.; Stuhlmann S.; 31. Mai 1888.

Bueniriff südlich von Sansibar; I Individ.; Stuhlmann S.; 3. August 1889. Sansibarküste; 6 Individ.; Hildebrandt S.; Mus.-Nro. 8590.

Tanga in Usambara; 4 Individ.; Oscar Neu mann S.

Dar es Salaam; alle Entwicklungsstadien (18 Larven, 4 Junge, 4 Erwachsene); Stuhlmann S.; 1895.

Dar es Salaam; 6 Individ.; Stuhlmann S.; 1894.

Sumpf östlich von Irangi; 3 Individ.; Oscar Neumann S.

Kakoma; 9 Individ.; Böhm S.

Kakoma; alle Entwicklungsstadien; Böhm S.

Kawendi, Katani Mbuga; 2 Individ.; Paul Reichard S.; 1885. Bukoba; 1 Individ.; Stuhl mann S.; l'ebruar 1892.

Böhm schreibt über diese Art: »In allen Teichen und Tümpeln, so auch in den Brunnengruben der Ortschaften häufig und zur Regenzeit in den Peldern, Abends bis in die Gehöfte und Häuser kommend. Wo das Wasser zur Trocken­zeit ganz versagt, gräbt sich die Krallenkröte gleich anderen Amphibien und kleinen Siluriden in den Schlamm ein und verfallt hier in lorpor. Trotz ihres plumpen Körperbaues vermögen sie mit den kräftigen Hinterextremitäten stark ausschnellend weite Sätze zu machen. Mit ihren Nägeln können sie ganz ordentlich kratzen.

Die junge Brut findet man vom ersten Regen an in allen Tümpeln. Mitte Mai haben viele Larven noch dicke, walzenartige Köpfe, lange Bartfäden und unverkürzten Ruderschwanz. Am 26. März die ersten mit hervorbrechenden hinteren Extremitäten, am 19. April solche mit vier vollständigen Füssen; dieselben tragen noch immer ihren kolossalen P'ischkopf und die langen Tentakeln. Ihr Rücken war bereits dunkel marmorirt. Obgleich mir ein »dorsal-disk« nicht deutlich geworden, möchte ich doch Silurana tropicalis Gray (Proc. zool. Soc. 1864 p. 45 ff.) mit diesen Larven für identisch halten.«

Bei den Thieren aus Irangi sind die unter den Augen befindlichen Zäpfchen nicht so lang, wie der Augendurchmesser.

Thiere aus Kakoma: Diese drei Exemplare sind sehr interessant, weil bei ihnen allen genau in der Mitte zwischen den Choanen Zahnspuren zu finden sind. Das eine besitzt drei deutlich entwickelte Zähne, das andere eine, wie es scheint, in zwei Partien gesonderte Kauplatte, beim dritten und grössten Thier sind auf der Platte die Zähne kaum angedeutet.

Von den Dar es Salaam-Exemplaren haben 2 keine, 3 entwickelte Palatinzähne.

Pfeffer

in Stuhlmann X, S. 36.