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Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
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Der mir vorliegende Zonurus verbindet nun Zonurus cordylus und vittifer in folgender Weise: er hat ein viereckiges Fronto-nasale wie vittifer, das aber lang gestreckt ist, und deshalb die Nasalia an inniger Berührung hindert, wie bei cordylus. Die Schilder seiner Zügelgegend sind vollständig verwachsen, wie bei vittifer, nicht einmal der Rest der Furche ist vorhanden, welcher vom Labiale 2 bei einigen Z. vittifer in das grosse »Praeocular-Schild« einschneidet. Das Individuum hat 20 Rückenschuppenquerreihen wie vittifer, aber nur 14 Bauch­schuppenlängsreihen, wie cordylus. Die Temporalia sind bei ihm ohne Stacheln und nur schwach gekielt, und nur zwei Praeanalporen sind bei ihm vorhanden, wie bei beiden Arten. Es hat sämmtliche Kehl- und Bauchschuppen gekielt und zwar stärker gekielt als eins der drei mir vorliegenden Zonurus vittifer, deren Bauchschuppen ebenfalls gekielt sind und die ihm deshalb nahe stehen.

Das Individuum steht, wie man sieht, Zonurus vittifer viel näher als cordylus, es weicht nur durch grössere Länge des P'ronto-nasale und durch die um zwei geringere Zahl der Bauchschuppenlängsreihen von ihm ab, und stimmt darin mit Zonurus cordylus überein. Ivs könnte daher ohne Bedenken zu Zonurus cordylus gerechnet werden, dann aber wird die Annäherung von Zonurus vittifer an cordylus so eng, dass für vittifer als specifische Charaktere nur folgende übrig bleiben: Das P'ronto-nasale ist viereckig, sämmtliche Schilder der Zügelgegend sind verwachsen; auf dem Rücken hat die Art 26 Schuppen­reihen mehr als Zonurus cordylus. Ich denke, dass es nicht möglich ist, mit Hilfe dieser drei Charaktere Zonurus vittifer als Art aufrecht zu erhalten und man wird mir um so leichter zustimmen, wenn man berücksichtigt, wie sehr variabel bei Zonurus tropidosternum die Beschilderung der Zügelgegend ist, und wenn man bedenkt, wie leicht sich bei einem Zonurus die Zahl der Rücken­schuppen durch stärkere Ausbildung der in den Seitenfalten liegenden kleinen Schuppen vermehren kann.

Cliamaesaura tenuior Gthr.

Kossowo und Kwa-Raschuongo in Kavirondo an der Ugowe-Bai (Englisch-Ostafrika); cf u. < 5 ; Oscar Neumann S.; 6. März 1894.

Das Weibchen mit grossen Imibryonen im Uterus, woraus folgt, dass die Art lebendig gebährend ist.

Während beim cf die Supranasalia hinter dem Rostrale aneinander- stossen, wie beim Typ, ist dies beim 9 nicht der Kall, sondern hier stösst das Fronto-nasale an das Rostrale. Die Untersuchung der Embryonen ergab nun das sehr interessante Resultat, dass bei zwei Embryonen wie bei der Mutter das Rostrale und I'ronto-nasale aneinanderstossen, bei den übrigen dagegen sind die Supranasalia mit einander in Berührung; die letzterwähnten Pmibryonen zeigen also die Charaktere des männlichen Thieres, womit aber nicht gesagt sein soll, dass nur sie Männchen, und die anders gebildeten 9 sind.

Familie: Varanidae.

Varanus albigularis Daud.

Sansibar; 2 Individ.; M. G. Revoil S.; Mocquard, Mem. soc. philom. 1888, S. iii.

Rubu?; 1 Individ.; Oscar Neumann S.