3
Die Vertreter der Art zeigen in der Form des Oberkiefers individuelle Variabilität. Fei den meisten Individuen ist der papageischnabelartige Oberkiefer einfach von den Seiten dreieckig zusammengedrückt, besteht also aus zwei glatten Seitenwänden, die in einer scharfen Kante kielförmig zusammen- stossen. Diese Schnabelfirste hängt ausserdem zahnartig über den Oberkieferrand hinab. Bei einem anderen Individuum aber hängen ausser dieser hakenartigen Schnabelfirste noch zwei Nebenhaken über den Oberkieferrand hinab; sie sind so angeordnet, dass die Schnabelfirste zwischen ihnen liegt. Bei diesem Schnabel sind also eigentlich drei Firsten in erster Andeutung. Bei dem weich- schaligen Thier erscheint die Schnabelkante, da hier die Nebenfirsten auffällig vergrössert sind, nicht mehr kielförmig zugespitzt, sondern abgestumpft, oder, besser gesagt, plattgedrückt. Als Fortsätze dieser Schnabelplatte hängen dann drei Haken über den Oberkiefer hinab, von denen nunmehr die seitlichen die grösseren sind.
Auch in Bezug auf die Beschilderung der Hinterfüsse zeigt die Art eine geringe individuelle Variabilität. Gemeinsam ist allen Thieren, dass an ihren Unterschenkeln zwischen kleinere Schuppen viel stärker entwickelte Schuppen vertheilt sind; ihre Zahl und Vertheilung stimmt bei allen Individuen annähernd überein. Die Individuen aus Kakoma zeichnen sich nun aber vor den anderen Artvertretern dadurch aus, dass bei ihnen hinten am Unterschenkel, in der Nähe des Fussansatzes, eine der grossen Schuppen wie ein starker Sporn schwanzwärts aus dem Schuppenpanzer herausragt, also eine eigenartige Form auszubilden beginnt, während bei den anderen Individuen die ihr homologe Schuppe von den übrigen grossen Unterschenkelschuppen nicht wesentlich verschieden ist.
Testudo pardalis Bell.
Usambara; I Individ.; Oscar Neu mann S.
Mkaramo am Pangani; i Individ.; Stuhlmann S.; 24. Mai 1893.
Massai-Nyika; 2 Individ.; Oscar Neumann S
Umgegend des Djipe-Sees; 2 Individ.; v. d. Decken S.; Peters; Decken III, S. 10.
Wembere Steppe; I Individ.; Stuhl mann S.; Mai 1892.
Ngoma; 1 Individ.; Stuhl mann S.; 21. Oktober 1890.
Mwansa in Ussukuma am Victoria Nyansa S.-O.-Picke; 1 Individ.; Stuhlmann S.; April 1892.
Bussisi am Victoria-Nyansa S.-Ufer; 1 Individ.; Stuhlmann S.
Frreicht nach Böhm eine beträchtliche Grösse und hat im Mai hühnerei- grosse, legereife Fier.
[Testudo radiata Shaw
Sansibarküste; 1 Individ.; v. d. Decken S.; Peters, Decken III, S. 10. »Wahrscheinlich von Madagascar, wo diese Art heimisch ist, importirt«. Peters.]
Familie: Chelonidae.
Chelone imbricata L.
Tanga; 1 Individ.; Oscar Neu mann S.
Junge Pixemplare dieser Art erhielt das Museum auch aus Mombas durch 1 lildebrandt.