Säugethiere.
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Einzige Gattung: Giraffa. Zimm. (1780) — Giraffe.
Die Giraffen bewohnen die tropischen Gebiete Afrikas, fehlen aber im westlichen Waldgebiet. Die Südgrenze ihrer Verbreitung fällt ungefähr mit dem Wendekreis zusammen, nach Norden sind sie bis 17 0 n. Br. beobachtet worden.
179. Giraffa camelopardalis L. — Giraffe.
Linne, Syst. Nat. ed. X. 1758, p. 66, n. 30,1.
L. 450; c. 120 cm. Bräunlichgelb mit r zahlreichen unregelmässigen dunklen Flecken; die Schwanzquaste ist lang und schwarz, die Mähne auf dem Hinterhalse fuchsroth.
Mgunda Mkali, Marenga Mkali, Ugogi in Usagara, Unyamwesi (Burton); Usagara (Speke); Ugogo (Grant, Böhmer); Makata-Ebene, Usagara, Simbo in Unyamwesi, Kikuro in Ugunda (Cameron); zwischen Tabora und dem Tanganyika (Livingstone); Makata-Ebene, Kakoma in Ugunda, Ugalla-Fluss, Unyamwesi, Kawende am Tanganyika (Böhm); Pangani-Fluss (Fischer); Ugogo, Usindja, Burungi-Ebene bei Irangi, fehlen in Karagwe (Stuhlmann); Bagamoyo, Nord- Ugogo (Neumann). — Die Giraffe ist ein Steppenbewohner und fehlt im westlichen Urwald-Gebiet.
Kisuaheli: »Twiga« oder »Tiwa«. — Kiganda: »Ntengo« (nach Neumann).
Nach Fischer im November junge Giraffen.
Die Giraffe liebt nach Böhm die Boga, die Ränder des umgebenden Pori, dann Flussläufe, aber auch bergiges Land mit Niederbusch. Die Böcke sind oft sehr gross und dunkel. Sie wechseln bis dicht an die Ortschaften und ziehen des Abends zum Wasser in ausgetretenen Pfaden. Ihnen ist sehr schwer anzukommen, da sie ausserordentlich vorsichtig sind, wobei ihnen die trotz der scheinbaren Langsamkeit erstaunlich fördernden Bewegungen und die Beschaffenheit ihrer Standplätze zu statten kommen. Man sieht häufig die langen Hälse über dem dichten Gebüsch. Die Giraffen sind sehr neugierig und begleiten # zuweilen stundenweit eine Karawane in gemessener Entfernung durch die Boga. Die Flucht geht mit dumpfem Poltern in Reihen, aber nie in Grenadierlinien vor sich. Sie äsen zuweilen auf den Knieen. Die Losung ist sehr klein.
»Einzelne Twigga-Rudel verlaufen sich bis an die Küste. Eines Tages wurde plötzlich der Telegraph Saadani-Bagamoyo durch eine mit dem Halse in den Draht verwickelte Giraffe unterbrochen« (von dem Borne). Neumann erwähnt, dass bei Bagamoyo zu zweien Malen die Telegraphenleitung durch Giraffen zerstört wurde.
»Das Schwanzhaar wird zum Binden von Perlenhalsbändern, das Fell zu Sandalen benutzt« (Grant).
Man unterscheidet zwei Formen der Giraffe; die eine mit scharf abgegrenzten dunklen Flecken, welche durch schmale helle Linien von einander getrennt sind, lebt in Nordost-Afrika; die andere mit undeutlicher begrenzten weit von einander auf dem hellen Grunde stehenden Flecken lebt in Siid-Afrika. Es fragt sich, ob nicht die nördliche Form Giraffa aethiopica Sund. (»Pecora«, K. Vetensk. Akad. Handl. 1844, p. 175) bis in gewisse Theile von Deutsch-Ostafrika verbreitet ist.
Familie : BOVIDAE. Hornthiere.
Wenn auf der Stirn Knochenzapfen vorhanden sind, so tragen diese hohle Hörner. Gewöhnlich zwei mit Hufen bekleidete Zehen, welche die Erde berühren und an der Hinterseite des Fusses zwei sogenannte Afterzehen; die letzteren fehlen bei einigen Gattungen. Im Gebiss fehlen oben die Schneide- und Eck-