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P. Matschie.
Sandbänken oft dicht neben jenen. Wenn aber ein verwundetes Flusspferd das Wasser mit Blut färbte, so sah man es bald von Krokodilen umschwärmt. Deswegen mögen wohl angeschossene Flusspferde häufig das Land aufsuchen. Lugard fand oft in kleinen Tümpeln mitten im offenen Lande diese Thiere«.
»Das Flusspferd wehrt sich durch den Biss, nicht wie die Stellung seiner Zähne vermuthen liesse, durch den Stoss mit den unteren Fangzähnen. Es ist höchst merkwürdig, dass das Flusspferd trotz seines unförmlichen Körpers und seiner kurzen, in der Fleischmasse fast verschwindenden Beine so bedeutende Schnelligkeit entwickeln kann. -- Während das Flusspferd im Wasser meist in Heerden lebt, geht es auf dem Lande stets seinen eigenen Weg und vereinigt sich nur zum Zwecke der Begattung« (von Behr).
Familie : SUIDAE. Schweine.
Der zugespitzte Kopf endigt vorn in eine flach abgestutzte ovale Scheibe, auf welcher die Nasenlöcher ausmünden. Die schlanken Beine haben vorn und hinten je 4 Zehen, von denen nur die beiden mittleren die Erde berühren. Körper mit Borsten; Schwanz dünn. Im Gebiss sind die Eckzähne (Hauer) stark nach aussen und oben gekrümmt.
Schlüssel der Gattungen.
Neben dem Auge jederseits bei dem erwachsenen Thier ein grosser, rundlicher, harter und nackter Hautlappen; Oberlippe mit langem, lappenartigem Hautwulst; Kopf sehr dünn behaart, fast nackt . . . Warzenschwein,
Phacochoerus.
Am Kopf nur bei sehr alten Thieren und dann nur neben den Hauern kleine warzenartige Wülste; kein langer Hautwulst an der Oberlippe, der die Mundspalte vor dem Mundwinkel verdeckt; Kopf dicht
behaart.Flussschwein,
Potamochoerus.
Gattung: Phacochoerus F. Cuv. (1817) — Warzenschwein.
Ein dicker, flacher, herabhängender, langer Hautwulst an der Oberlippe, welcher die Mundspalte theilweise verdeckt; ein hoher warzenartiger Hautlappen neben dem Auge, ein zweiter kleinerer in der Nähe der Hauer. Die Haut ist auch auf dem Kopie nur spärlich mit Borsten bekleidet. Im (jebiss jederseits ein oberer und 3 untere Schneidezähne; Eckzähne, besonders die oberen, ausserordentlich stark entwickelt und nach aussen, vorn und oben gekrümmt; dieselben stehen w’eit über die flach gedrückte Schnauze hinaus. Die Backzähne, oben 6, unten 5 jederseits, lallen im Alter bis auf wenige aus; auch die Schneidezähne können fehlen.
Die Warzenschweine bewohnen die Steppengegenden des tropischen Afrika und scheinen im W r aldgebiete des WTstens zu fehlen.
167. Phacochoerus africanus (Gm.) — Warzenschwein.
Gmelin, Linne Syst. Nat. ed. XIII. T. I, p. 220, No. 6.
L. 175, c. 45 cm. Haut dunkelgrau; Rückenmähne braun oder gelbbraun; die Haare sind an der Wüirzel schwarz, die der Unterseite, der Ohren und des Backenbartes gelbbraun oder weisslich; Beine dunkelbraun; Augenbrauen und