Säugethier e.
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Baumann quergebänderte Beine; auch die dem Berliner Zoologischen Garten von dem Freiherrn von Saint Paul Hilaire gespendeten Exemplare sind an den Beinen gestreift. Ein schwarzer Kreuzstrich ist sehr häufig. Nach Böhm wird die kleine Rasse der sich besonders in Unyanyembe findenden Esel wegen ihrer Bösartigkeit nur zum Lasttragen benutzt, giebt aber mit den von Maskat eingeführten Reiteseln ein gutes Kreuzungsprodukt.
Die ursprüngliche Heimath des Massai-Esel befindet sich an der Nordküste des Somali-Landes und in den Ufergebieten des rothen Meeres.
Familie: RHINOCEROTIDAE. Nashörner.
An jedem P'usse 3 mit hufartigen Nägeln bekleidete Zehen; im Gebiss jeder- seits oben und unten 7 Backzähne, im Zwischenkiefer 2 bis 4 Schneidezähne, die jedoch bei den afrikanischen Arten früh ausfallen; Pickzähne fehlen. Auf der Nase und Stirn ein oder zwei Hörner, welche von Zeit zu Zeit abgeworfen werden und dann sich durch Nachwuchs ersetzen. Haut ganz oder zum grössten Theile nackt, sehr dick und bei manchen Arten durch Falten in P'elder getheilt; Augen klein.
Gattung: Rhinoceros L. 1758 — Nashorn.
165 . Rhinoceros bicornis L. — Schwarzes Nashorn.
Linne, Syst. Nat. ed. XII 1766, p. 104.
L. 350, c. 70 cm. Zweihörnig, vorderes Horn bis 137 cm lang. Die Haut hat keine P'alten und ist unbehaart; nur die Schwanzspitze trägt an der Ober- und Unterseite jederseits einen Kamm von Borstenhaaren. Oberlippe fingerförmig vorgezogen; Nasenlöcher rund; das hintere Horn steht gerade über den Augen so, dass der Hinterrand des Hornes mit dem Hinterrand des Auges ungefähr in gleicher Linie sich befindet. Die Ohren sind nicht spitz, sondern abgerundet und mit wimperförmigen Haaren auf der oberen Hälfte des Aussenrandes besetzt. Das vordere I lorn ist vorn nicht abgeplattet, sondern rund oder fast spitzkantig.
Ugunda, Ugalla, Kawende (Böhm); Duthumi in Khutu, Marenga Mkali, Mgunda Mkali (Burton); Katuma in Kawende und zwischen Tanganyika und Tabora (Livingstone); Mabunguru in der Mgunda Mkali, Ugalla, Mtambo und Gombe-Pluss in Ukongo (Cameron); Ugogo (Grant, Böhmer, Stuhlmann); Karagwe bis zum Kagera (Lugard, Stuhlmann); Usindja (Stuhlmann); Usui, Karagwe (Grant); Niangani in Nord-Usandawi, Manyara-See, Sossian im nördlichen Massai-Gebiet (Neumann); Sasne am Pangani, Kilima-Ndjaro (von Höhnel); Useri am Kilima- Ndjaro (Hunter).
Kisuaheli: » P'aru«, » Kifaru«; Kinyamwesi: » Mpä 1 a« (nach Böhm); »Pera« (nach Neumann); Kiganda: »Nkura« (nach Neumann); Kigogo: »Mhera« (nach von Elpons).
»Von Kawende werden nach Böhm viele Hörner (Kipussa), zuweilen von beträchtlicher Länge, als Handelsartikel zu Waffengriffen (Jembia) verwandt, zur Küste exportirt. Spuren, aufgewühltes Erdreich und überall zerstreute Losung wurden bis in die Nähe von Kakoma, besonders aber an den Flüssen in Kawende gefunden, in deren Uferdickicht sich die Nashörner gleich Elephanten und Büffeln tiefe Wechsel treten. Zweimal zu Schuss gekommene Fixemplare entflohen, ohne einen Angriff zu .versuchen. Im Februar wurde ein Weibchen mit Embryo erlegt; das Wildpret ist fett und schwammig. Die Weibchen scheinen mehrere Jahre mit den Jungen umherzuziehen; man trifft sie mit älteren und zugleich mit säugenden Jungen.
»Liebt die Berge und dichtes Pori« (Böhmer).
Ostafrika III, Säugethiere.
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