Unterordnung: Perissodactyla. Unpaarzeher. Familie: EQUIDAE. Pferde.
Nur eine, mit einem Hufe bekleidete Zehe an jedem Fuss; im Gebiss stehen im Zwischenkiefer jederseits oben und unten 3 Schneidezähne und 6 Backzähne; ein Eckzahn ist gewöhnlich vorhanden. Auf dem Nacken befindet sich eine Mähne.
Nur eine Gattung: Equus L. 1758 Pferd.
Wildpferde leben im afrikanischen Steppen-Gebiet und in Asien nördlich vom Wendekreis bis Süd-Sibirien.
E q n 11 s buh m i.
164 . Equus böhmi Mtsch. — Böhm’s Zebra.
Matschie, Sitzber. Ges. Naturf. Freunde Berlin 1892, p. 131.
L. 185, c. 65 cm. Weiss, im Alter mit einem Stich in’s Gelbliche; 6—8 schwarze Querbinden zwischen den Schultern und Hüften; Schwanzwurzel und die Beine bis fast zu den Hufen gestreift; zwischen den breiten Querbinden sind nur auf den Hüften ganz verwaschene dunkle Zwischenbinden angedeutet. Ueber den Nüstern befindet sich ein schwarzer Fleck. Die Querstreifen enden mehr oder weniger deutlich auf einem breiten über die Unterbrust und den Bauch ziehenden Längsstreifen.
Es ist nicht unmöglich, dass ausser dem Equus böhmi noch eine zweite Form des Zebra in Deutsch-Ostafrika, vielleicht am Niassa-See, lebt, mit hellbraunem Fleck über den Nüstern, hellgelbbrauner Grundfarbe und nicht rein schwarzen, sondern dunkelbraunen breiten Querbinden über dem Körper. Bei dieser Form, E. chapmanni Layard, befinden sich schmalere, mattere Binden zwischen den breiten Querbinden von den Hüften an bis zur Mitte des Körpers.
Bei Njangani im Bubu-Gebiet sammelte Neumann mehrere Häute.