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die 1913 beim Roggen 30000 1 und bei der Gerste 22000 1 umfaßte, ist zum größeren Teil wohl nicht ins Ausland gegangen, sondern über See nach Westdeutschland. Bei der Gerste stellt ein polnischer Schriftsteller (Wl. Hedinger, Der Getreidehandel in der Provinz Posen, Posen 1911, S. 174) ausdrücklich fest, daß sie auf dem Umwege über die See hauptsächlich in der Rheinprovinz abgesetzt ist. Insbesondere geht auch Saatgut aus Posen nach West- und Süddeutschland, sowohl Saatkartoffeln wie Getreidesaat, da das Klima in Posen die Saatzucht mehr als in andern Provinzen begünstigt. Von der Ernte 1918 sind bisher 3,3—3.4 Millionen Zentner an Saatkartoffeln nach dem Westen ausgeführt, darunter 995590 Zentner Qualitätssaatgut des Posener Saatbauvereins.
Überhaupt ist während des Krieges recht hervorgetreten, daß die Provinz Posen und das übrige Deutschland aufeinander angewiesen sind. Von der Ernte 1917 sind aus der Provinz bis zum 15. August 1918 geliefert nicht weniger als 331521 1 Brotgetreide, 45719 1 Gerste und Hafer und 18141528 Zentner Kartoffeln (15°/„ der Gesamtlieferung an das Deutsche Reich). Der Viehstand in der Provinz übersteigt zwar, wie es bei einem Ausfuhrgebiet für Getreide auch nicht anders sein kann, den Anteil der Bevölkerung bei weitem nicht in der Weise wie die Brotfrucht usw.; immerhin sind auch hier Überschüsse vorhanden. 1913 wurden z. B. aus der Provinz ins übrige Deutschland ausgeführt: 868000 Schweine und Ferkel, 130000 Rinder und 1,3 Millionen Stück Geflügel. Und in der Zeit vom 1. September 1917 bis 31. August 1918 hat die Provinz 335340 Stück Rinder (Kälber, Schweine und Schafe sind in Rinder umgerechnet) aufgebracht; das sind 7,6°/<> von der gesamten inPreußen aufgebrachten Menge.
Gewinn der Provinz.
Jedenfalls hat die Provinz aus der wirtschaftlichen Verknüpfung mit dem Deutschen Reich ungeheure finanzielle Gewinne gezogen. Das einigermaßen genau in Zahlen auszudrücken, ist unmöglich; es lassen sich nur einige Anhaltspunkte geben. Da ist zunächst der Gewinn zu nennen, der der Provinz durch die Zollpolitik des Reiches zugeflossen ist. Hedinger (a. a. O. S. 142 ff), also ein Pole, berechnet, daß die Provinz allein aus den Getreidezöllen in den Jahren von 1894—1906 einen durchschnittlichen Jahres-