steigt die Prozentziffer in der letzten Spalte, die die deutsche Überlegenheit anzeigt, fortgesetzt mit der Große der Betriebe. Die beiden Regierungsbezirke zeigen im wesentlichen dasselbe Bild; in Posen haben die Polen nur in der Größenklasse 2 die Mehrheit, von da ab steigt auch dort das deutsche Übergewicht allmählich an, je größer die Betriebe werden. In Westpreußen sind die deutschen Inhaber von Mitinhaber-, Gehilfen- und Motorenbetrieben in allen Größenklassen den Polen um mindestens 63 U überlegen. Die Überlegenheit steigt hier bis zu 100 U, da es in der letzten Größenklasse überhaupt keine polnischen Inhaber mehr gibt.
m.
Finanzielle Leistungsfähigkeit des Deutschtums.
Die wirtschaftliche und soziale, die „qualitative Bedeutung" des deutschen Bürgertums ist also sehr viel größer als die des polnischen. Dementsprechend ist die finanzielle Leistungsfähigkeit des Deuschtums auch unvergleichlich größer, nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem Platten Lande. Das kommt praktisch vor allem in der Steuerleistung zum Ausdruck. Anknüpfend an das eben Gesagte beginnen wir mit der Gewerbesteuer. Im Regierungsbezirk Posen waren, und zwar, wie gesagt, nicht nur in den Städten, im ganzen 12 762 Personen zur Gewerbesteuer veranlagt, darunter 7603 Deutsche und 5159 Polen. Schon das ist für diesen Regierungsbezirk, der der Bevölkerung nach überwiegend polnisch ist, bezeichnend. Aber diese 7 603 Deutschen hatten nun 1914 ein Steueraufkommen von 459 254 Mark (75,41 U des gesamten Gewerbesteuerauskommens), die Polen dagegen nur ein solches von 149 793 Mark (24,59 U). Noch mehr tritt die wirtschaftliche Kraft des Deutschtums hervor, wenn man das Gewerbcsteueraufkommen der beiden Nationalitäten, wie die industriellen Betriebe, nach Größenklassen^) zerlegt. Dann waren im Regierungsbezirk Posen veranlagt:
9 Klasse !: Betriebe, deren jährlicher Ertrag 50 000 Mark oder deren Anlage- und Betriebskapital eine Million Mark übersteigt; Klasse II: Ertrag 20 000 bis 50 000 Mark oder Betriebskapital 150 000 Mark bis eine Million Mark; Klaffe lll: Ertrag 4 000 bis 20 000 Mark oder Betriebskapital 30 000 bis 150 000 Mark; Klaffe IV: Ertrag 1500 bis 4 000 Mark, Betriebskapital 3 000 bis 30 000 Mark.