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stehen 48,6 °/g Polen gegenüber. In diesem Kreise gibt es 185 Stadt- bezw. Landgemeinden und Gutsbezirke. Davon hatten
30 über 90"/» Polen m. zus. 8032 Einw. — 11,9"/o der ges. Kreisbevölk.
39 70-90°/» „ „ „ 9264
14 60-70°/» „ „ 5152
27 40-60°/» „ „21597
11 30-40°/» „ „ „ 2504
32 10-30°/» „ „ „ 13368
32unter10°/» „ „ „ 7 302
_ 13 8"/
— 770/
„ — 32,1°/» „ „ „
— 3 7"/o
— 19 9 "/
„ — /o » »
— 10 9 "/
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Fast ein Drittel der gesamten Kreisbevölkerung wohnt also in den Gemeinden, die 40—60°/,, Polen haben, in denen also ungefähr gleich viel Deutsche und Polen wohnen. Weitere 10°/» wohnen in den gleichfalls stark gemischten Gemeinden mit 60—70°/» oder 30—40°/« Polen und nur ein knappes Viertel der Kreisbevölkerung lebt in Gemeinden, die als rein deutsch oder rein polnisch anzusprechen sind.
m.
Das Deutschtum ist alteingesessen.
So zeigen die beiden Provinzen, das Bild einer außerordentlich starken Nationalilätenmischung. Ist diese große deutsche Bevölkerung, die mosaikartig mit der polnischen durcheinander wohnt, nun erst durch künstliche Maßnahmen des Staates ins Land gekommen?
Es liegt auf der Hand, daß eine Bevölkerung von 2 Millionen Menschen nicht künstlich ins Land gebracht sein kann. Das Militär- und Beamtentum fällt zahlenmäßig kaum ins Gewicht; 1905 gab es in Posen und Westpreußen zusammen nur 85 000 Militärpersonen und männliche deutsche Beamte (daneben 7000 weibliche). Sie entsprechen, da alle Erwerbstätigen über 15 Jahre und auch die durchweg unverheirateten Militärpersonen eingerechnet sind, einer Bevölkerung von schwerlich mehr als 250 000 Köpfen. Dabei geht es nicht an, dieses Beamtentum etwa als Fremdkörper behandeln zu wollen. Die Beamten sind vielfach mit dem Lande verwachsen; sie sind, wenn diese Provinzen wider Erwarten zu Polen kommen sollten, für die Polen selbst unentbehrlich; wurde doch auch auf dem polnischen Teilgebicts- landtag. der vom 3. bis 5. Dezember 1918 in Posen tagte, ausgesprochen, daß das deutsche Beamtentum großenteils im Lande bleiben müsse.