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Die Stellung des Deutschtums in Posen und Westpreussen : mit einer Sprachenkarte der deutschen Ostmarken / von Moritz Weiss
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sie übertreffen die Polen um 43 000 und bilden 50,57 U der Gesamt- bevölkerung. Von den vier Regierungsbezirken, aus denen die beiden Provinzen bestehen, ist der Bezirk Danzig ganz überwiegend deutsch; dort stehen 72,10 U Deutschen nur 27,62 U Polen und Kaschuben gegenüber. Auch im Regierungsbezirk Marienwerder hat das deutsche Element unzweifelhaft die Mehrheit (59,55 U Deutsche gegen 40,33 U Polen). Im Regierungsbezirk Bromberg halten sich Deutschtum und Polentum die' Wage; doch so, daß das deutsche Element ein klein wenig überwiegt (50,00 U Deutsche gegen 49,91 U Polen). Lediglich im Regierungsbezirk Posen ist das polnische Element am stärksten; es erreicht dort 67,64 U der Gesamtbevölkerung; die Deutschen (32,23 U) bilden aber auch in diesem Bezirk noch fast ein Drittel der Bevölkerung.

Die Haupt-siedlungsgebiete beider Nationalitäten.

Schon dieser allgemeine Überblick zeigt, daß das Deutschtum in den beiden Provinzen nicht nur stark, sondern in drei Regierungs­bezirken dem Polentum an Zahl überlegen oder doch wenigstens gewachsen ist. Das Deutschtum sitzt, der historischen Entwicklung entsprechend, noch heute hauptsächlich in den Flußtälern der unteren Warthe, der Netze und der Weichsel; namentlich das Mündungs­gebiet der Weichsel ist rein deutsch; ferner sind die an Schlesien, Brandenburg und Pommern angrenzenden Kreise deutsch. Eine Brücke überwiegend deutscher Kreise zieht sich an der Netze entlang und durch das Weichseltal von der brandenburgisch-pommerschen Grenze bis nach Ostpreußen; sie wird gebildet durch die Kreise Deutsch-Krone, Filehne, Czarnikau, Kolmar, Wirsitz, Flatow, Bromberg (an den östlich noch der Kreis Thorn anschließt), Schwetz, Graudenz, Marien­werder, Stuhm und Nosenberg. In allen diesen Kreisen haben die Deutschen die Majorität, und zwar in den meisten von ihnen eine sehr erhebliche. Die Einzelheiten sind aus der anliegenden Karte zu ersehen. Jedenfalls ist diese Brücke unvergleichlich viel fester als die polnische Brücke", die ein wissenschaftliches polnisches Sammelwerk Polen" (Bern 1918) S. 80 zwischen der Stadt Lemberg und dein geschlossenen polnischen Sprachgebiet (Westgalizien) konstruiert; denn in dieser polnischenBrücke" hat außer Lemberg selbst kein Kreis über 50U Polen und nur 3 Kreise (von 6) zwischen 41,4U und 43,8U.