Teil eines Werkes 
T. 2 (1916) Anthropogeographie des Ost-Mbamlandes
Entstehung
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den Einzelbergen und von der Höhe der Ndomme an vielen Stellen rasch fließende Bäche herab, die stets klares Wasser führen. Oben auf der Hochfläche sind die größeren Gewässer oft in steilwandigen Felsbetten tief eingeschnitten, die sie in Schnellen durchbrausen. Wo das Gelände flacher wird, neigen sie sofort in hohem Maß zum Mäandrieren und bilden ausgedehnte Sümpfe, die in der Regen­zeit stark anschwellen. Aber selbst der Kim, der einzige größere Fluß des Landes, der in seinem 80 bis 100 m breiten Bett auch in der Trockenzeit reichlich Wasser führt, ist immer wieder auf längere Strecken von Stromschnellen durchsetzt. So wenig wie die großen Grenzströme Mbam, Djerem und Sanaga kann er eine natürliche Verkehrsader bilden.

Das Tropen-Klima des Ost-Mbamlandes wird charakterisiert durch den Wechsel einer sehr langen Regenzeit mit einer kurzen Trockenzeit.

Wirkliche Trockenheit herrscht nur während dreier Monate; vom März bis in den November kann man mit Niederschlägen rechnen. Diese lange Ausdehnung der Regenzeit ist wohl dadurch zu erklären, daß das Ost-Mbamland auf der Grenze liegt zwischen den Gebieten mit doppelter Regenzeit und einmaliger Regenzeit. Während die Niederschläge im März, April und Mai verhältnismäßig häufig und kräftig fallen, sodaß man sich täglich auf mindestens ein bis zwei starke, meist mit gewaltigen elektrischen Entladungen verbundene Güsse gefaßt machen muß, flaut die Häufigkeit und Menge der Regen im Juni und Juli merkbar ab; nur hie und da fällt ein leichter Schauer, meist in der Nacht, mancher Tageslauf von 24 Stunden bleibt ohne Niederschlag. Von Ende Juli an aber nehmen die Regen wieder zu, um im September ihre höchste Höhe zu erreichen. Vorzüglich sind es Strichregen, die von Viertelstunde zu Viertelstunde mit hellem Sonnenschein

Im Oktober lassen die Güsse nach, nicht an Häufigkeit, aber an Dauer und Heftigkeit, um im November plötzlich beinahe ganz aufzuhören. Äußerst selten nur fällt noch im November oder gar im Dezember ein kurzer, starker Guß. Meist ist im Dezember der Zustand völliger Trockenheit wieder erreicht.

Der unbedeckte Himmel und die geringe Feuchtigkeit der Luft in der Trockenzeit gestatten eine große Intensität der Sonnenstrahlung bei Tag und eine ebenso starke Ausstrahlung des erwärmten Bodens und daher eine starke Abkühlung der Luft in der Nacht. Die Temperaturschwankungen sind in Folge dessen in der Trockenzeit sehr groß, im Durchschnitt bewegen sie sich zwischen einem Maximum von 35° und einem Minimum von 15°, ergeben also eine Spannung von 20°. Doch sind solche von 23°, zwischen 37° Maximum und 14° Min imum

Das Klima

wechseln. Von erhöhten Punkten aus, von einem Inselberg oder dem Ndomme- rand, kann man dann sehen wie die Regenkörper als graue Säulen in bestimmten Abständen neben einander zwischen Himmel und Erde über der Landschaft stehen und mit dem Wind, meist von O nach W, über das Land hinziehen. Ab und an treten auch Tage auf, an denen es unablässig regnet, in schwerem Guß oder in feinem, eintönigem Rieseln. Nebel sind häufig, besonders in den Morgenstunden.