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Ratschläge für angehende Farmer in Deutsch-Südwest-Afrika / von Raimund Freiherr von Gleichen genannt von Russwurm
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Wünsche und Sorgen des Volontärs

Hat man ein bestimmtes Reiseziel, so ist es selbstver­ständlich notwendig, daß man sich rechtzeitig ansagt, um auch Gelegenheit zu haben, abgeholt zu werden. Man kann nicht erwarten, daß ein Ochsenwagen oder eine Ochsenkarre zur Verfügung gestellt wird, um sämtliches Gepäck gleich mitzunehmen. Für alle Fälle packe man auf dem Schiffe seine Sachen so um, daß man auf einer Pferde- oder Mulikarrc nur das Nötigste mitnimmt und alles zur Hand hat, waö man zunächst unbedingt braucht.

Sehr empfehlenswert ist in Swakopmund oder Lüden'tz- bucht die Anschaffung eines kleinen Waffersacks (Preis ca. 2 Mk.). Neue Waffersäcke müssen aber vor Gebrauch ausgekocht werden, da sie sonst undicht sind. Waffersäcke mitKorkstdpsel und mit Aluminiumring (zumBefestigen) sind unzweckmäßig. Auch ist es ganz praktisch, in der Feldflasche Tee oder starken Kaffee mitzunehmen; für seinen Unterhalt braucht man nicht Sorge zu tragen, da man fast immer Farmen berührt, wo Gastfreiheit herrscht.

Den allergrößten und schwersten Fehler begeht der nun in'ö Land kommende junge Farmer, falls er über genügend Kapital verfügt, wenn er nur daran denkt: