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gelegentlich hier und da einzelner Haussa annahm, am Islam nicht mehr tatenlos vorübergehen.
Wir müssen versuchen, die Lchwierigkeiten zu überwinden, die eine fremde Lprache, eine fluktuierende Bevölkerung, ein verborgener feindseliger Fanatismus, der sich bisher der Mission gegenüber in passiver Resistenz geäußert hat, einer Arbeit unter den Haussa entgegenstellen. Wenn wir länger zögern, erwecken wir bei den Mohammedanern wie bei den Heiden den Verdacht, als sei der Islam dein Christentum gleichwertig. Damit verbauen wir uns selbst den Eingang zu Heiden wie Mohammedanern. Wir dürfen, wie es Professor O. Meinhof auf der XII. kontinentalen Missionskonferenz sZOfl ausgedrückt hat, vor dem Islam nicht Halt machen, weil der Moham- medancr auch ein Mensch ist, der Frieden begehrt, und weil der Islam vor der christlichen Mission nicht Halt macht. Lchon steht er vor den Toren unserer Missionsstationen, ein Feind der Weißen, ein Feind der Thristen, ein Zerstörer der Litten! Mag's undankbar sein, an ihm zu arbeiten, schier unmöglich, an sein Herz heranzukommen, wir haben nicht nach Erfolg und Bequemlichkeit zu fragen! In ganz Nordafrika handelt sich's um den Entscheidungskampf zwischen Halbmond und Areuz. Da dürfen wir nicht länger zurückstehen! Hätten wir nur zu dieser neuen, weitausschauenden Aufgabe Männer und Mittel!
2. Die kirchliche Versorgung der Luroxäer.
Leichtverständliche Pflicht jeder Mission, in deren Gebiet glaubensverwandte Europäer wohnen, ist die kirchliche Versorgung derselben nach Maßgabe der eignen Araft und des hervortretenden Bedürfnisses. Da sich eine größere Anzahl Europäer nur in Lome und Anecho dauernd aufhält, kommen vorab nur diese beiden Plätze für eine regelmäßige kirchliche Versorgung in Frage. Im Innern wohnen zwar in Atakpame, palime, Misahöhe, am Agu und an verschiedenen andern Plätzen evangelische Deutsche in der Nähe unserer Missionsstationen, doch ist von ihnen bisher kaum eilt Verlangen nach einer geistlichen Versorgung geäußert worden. Einzelne haben wohl bisweilen, und zum Teil sehr regelmäßig an deutschen Andachten teilgenommen, die im Familienkreis der Missionare