meindetätigkeit folgt, dann werden die Taufbewerber der Airche des Evangeliums treu bleiben.
Daran aber scheint es in unserer Mission bisher etwas zu fehlen. Im Heidentum liegt die Aufgabe, mit der Gottheit zu versöhnen, lediglich bei der Priesterklasse, die Araft, Zauber zu machen oder Mahrsagerei zu treiben, lediglich bei der betreffenden Aaste. Der Heide verläßt sich ganz auf diese Mittelspersonen. Daher ist große Gefahr, daß wir das gleiche Verhältnis in durchaus unevangelischer Meise mit hinüber nehmen aus dem Heidentum in unsere Gemeinden, daß die Christen alle Verantwortung für die Acissionierung ihrer Volksgenossen auf die Lehrer, Pastoren, Missionare schieben und den nötigen Zeugeneifer vermissen lassen. Zwar wird von den Missionaren die Gemeinde von Jugend auf zur Heidenpredigt herangezogen, so oft es geht, aber es muß mit größerer Bewußtheit als bisher allen Christen die Pflicht eingeprägt werden, Träger des ewigen Lebens unter ihren heidnischen Brüdern zu werden.
Erst wenn es gelingt, die Missionspflicht zum Gemeingut aller Cwechristen zu machen, wird die Heidenpredigt, von allen in der sozialen Struktur des Volkes liegenden Hindernissen befreit, das Merkzeug sein, das ganze Cwevolk dem Herrn Christo zu gewinnen.
3. Zur Ausgestaltung der Heidenxredigt.
Es ist nicht meine Absicht, hier eine Theorie der Heidenpredigt zu geben oder zu zeigen, wie verschieden sie sich je nach Zeit und Umständen gestaltet. Ich möchte vielmehr zunächst zeigen, wie in der geschilderten Voraussetzung der Heidenpredigt Anknüpfungspunkte liegen, die einerseits überaus wertvoll, andererseits aber auch gefahrvoll sind, weil sie zu Mißverständnissen führen können und müssen, um dann abschließend die hier auftauchenden prob leine und Aufgaben auf eine einheitliche Formulierung zu bringen.
Bei der Lektüre der Missionsblätter ist mir aufgefallen, wie oft die Missionare ihre Heidenpredigt irgendwie mit dem Schöpfungsgedanken beginnen. Ein Baum, ein Berg, eine Geburt, ein Todesfall regen Fragen an wie diese: Moher stammt das alles? Mer hat die Melt geschaffen? Mer hat den Menschen das Leben gegeben und