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Zwanzig Jahre Missions-Diakonissenarbeit im Ewelande / von Hedwig Rohns
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krank würde, sondern bei ihnen bliebe. Es kamen auch Heidinnen, und diese sagten mit dein Fatalismus des Heidentums:Weine nicht mehr, es schadet nichts, wir müssen ja doch alle sterben." Wieder andere erzählten, was Lottchen ihnen Gutes getan: Sie hat mein Kind gepflegt, als es schlimme Augen hatte" undMeinem Kinde hat sie Arznei gegeben" undSie war eine gute Aweno, wir werden sie nicht vergessen." Aber nicht nur damals, zehn Jahre nach ihrem Tode haben mir Franen in Lome noch gesagt:Deine Schwester war ein Mensch."

7. Die Herrlichkeit des Berufes.

Wenn man die Briefe der Schwestern aus den zwanzig Jahren der Diakonissenarbeit in Keta durchlieft, so muß eine Tatsache sofort auffallen, nämlich die, mit welcher Freudigkeit sie fast ohne Ausnahme in ihrem Berufe stehen. In einem der Briefe findet sich der sehnsuchtsvolle Ausruf:Ach, dürften wir nur ein einziges Mal wieder einen Frühlingstag daheim erleben!" Aber unmittelbar darauf heißt es:Wir sind uns alle darin einig, daß wir zwar vieles entbehren, was uns lieb ist, aber dagegen doch viele andere Freuden haben, die schöner sind. Nur wenige wissen, wie beseligend und beglückend unser Dienst ist. Es ist, wenn man's genau besieht, gar nicht so, daß die, welche hier arbeiten, etwas Besseres verlassen, als sie hier wiederfinden. Wir stehen in besonderer Weise im Dienste des Herrn, und darin liegt das Geheimnis unserer Glückseligkeit. Es kommt mir vor, daß ich, wenn ich die Herr­lichkeit unseres Bernfes schildern will, eine andere Sprache nötig hätte, als mir zur Verfügung steht. Es ist so unaussprechlich schön, daß es überhaupt nichts Schöneres in der ganzen Welt gibt. Wir leben den ganzen Tag mit den Kindern, und alles, was wir mit ihnen tun und reden, soll das Bild Jesu dem Kinde verklären und lieb machen. Wenn ich ihnen Jesu Worte aus der Bibel erkläre, oder wenn ich ihnen zeige, ein Zimmer zu fegen oder sie im Nähen, Lesen, Schreiben, Rechnen unter­richte, so hat alle diese Arbeit das gleiche Ziel. Wo in der ganzen Welt gibt es ein seligeres Geschäft, als Jesum zu ver­kündigen in Wort und Tat! Es ist im Grunde so, daß die, welche hier arbeiten dürfen, Gottes Gnade preisen und ihm täglich dafür danken, anstatt zu sagen:Sieh nur, lieber Herr, was für ein großes Opfer ich für dich bringe." Zu einer Zeit, da es an Arbeiterinnen fehlte, wird folgende Bitte in einem der