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sind sie zu tief, um gefährlich zu sein. Moskitonetze und Mvs- kitodraht bieten einen Schutz vor dem gefährlichen Stich, der Hauptsächlich nachts erfolgt. In Lome gibt es fast gar keine Moskitos, da die Lagune eine halbe Stunde von der Stadt entfernt liegt und manchmal gänzlich ausgetrocknet ist. Eine der Schwestern hatte während ihres ersten Aufenthaltes in Lome nicht ein einziges Fieber und erfreute sich der besten Gesundheit. Die Furcht vor dem Klima braucht niemand von der Misfionsarbeit in Togo zurückzuhalten. Es gibt Europäer, die sich jahrelang sehr wohl dort befinden.
Dennoch ist durch das Klima von Zeit zu Zeit eine Rückkehr in die Heimat geboten. Alle drei Jahre muß ein Jahr Urlaub in Europa verbracht werden. Der hierdurch entstehende häufige Wechsel der europäischen Arbeiter ist eine große Schwierigkeit in der Westafrikanischen Missionsarbeit. Am schwersten traf uns immer eine unvorhergesehene Krankheit und die plötzlich notwendig werdende Rückkehr einer Schwester nach Europa.
Wenn ich in dem Folgenden meine Leser einen Blick tun lasse in die mancherlei schwierigen Lagen, in welche Krankheitszeiten uns brachten, so darf man dabei nicht vergessen, daß sie zu den Ausnahmen gehörten, sie waren nicht Regel.
a) Erste Proben.
Während meine Schwester Lottchen und ich Ende des Jahres 1890 in Amedzowe weilten, blieben die Schwestern Jda Schnitz und Christine Bernhard in Keta zurück. Wir hofften, schon nach wenigen Wochen wieder mit ihnen vereinigt zu sein. Aber ehe ich von Amedzowe zurück war, hatten sie beide die Reise nach Europa antreten müssen. Am 23. Dezember erkrankte Schwester Jda am Fieber. Es stellten sich so heftige Herzbeklemmungen ein, daß der hinzugezogene Arzt, 1)r. Gunn, erklärte, ihre Herztätigkeit sei zu schwach. Soweit Menschen sehen könnten, würde sie einen zweiten Anfall oder ein stärkeres Fieber nicht überstehen. Er riet daher zu schleuniger Heimkehr. Das war ein schwerer Schlag. Schwester Lottchen wurde auf der Rückreise in Ho von dieser Trauerbotschaft überrascht. Frau Knüsli, die damals noch in Keta war, und Frau Bürgt hatten der einsamer: Christine in den schweren Tagen treulich beigestanden. Schwester Lottchens Rückkehr nach Keta wurde unter diesen Umstünden um so freudiger begrüßt. Die beiden Schwestern hofften nun, bis zu Jdas