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Zwanzig Jahre Missions-Diakonissenarbeit im Ewelande / von Hedwig Rohns
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allein zu trugen. Dies geschieht allgemein mit solcher Geschick- lichkeit, das; man ganz ohne jegliches Bangen da oben schwebt, wenn es auch manchmal im Trabe geht, manchmal durch so tiefe Wasser, daß die Träger halb drinn stecken, manchmal den Berg hinauf oder hinunter mit dem Blick in einen tiefen Abgrund.

Sehr umständlich wird eine solche Reise durch die vielen Leute, die zu ihrer Ausführung notwendig sind. Man ge­braucht vier Träger für die Hängematte, von denen abwechselnd zwei zurzeit tragen, während die beiden anderen leer nebenher­gehen. Das Gepäck wird in Lasten von je dreißig Kilo ver­packt, die von einzelnen Leuten auf dem Kopfe getragen werden. Einer von diesen trügt eine Kiste mit Eßwaren, denn man muß sich für die Zeit der Reise mit Lebensrnitteln versehen. Wasser in Flaschen, eine Spritmaschine, Eier, Milch, Brot, gebratene Hühner usw. werden mitgenommen. Auf der ersten Raststation werden dann alle diese Herrlichkeiten aus der Kiste geholt, die Spritmaschine in Gang gebracht, Wasser gekocht, Kakao bereitet, Eier gesotten, kurz, die Mahlzeit zugerichtet. Auch alles nötige Geschirr muß der Reisende mitnehmen, wenn er nicht in die Lage kommen will, seine Speise wie die Eingeborenen mit den Fingern direkt aus dem Topfe zu essen. An einigen Rastplätzen kann man sich auch ein Huhn mit Pfeffersuppe kochen lassen und einen ordentlichen Fnfu, d. h. Jamskloß, dazu.

Aus der alten Missionsstraße von Keta nach Ho hatte die Mission auf jeder Station einige Reisezimmer, die mit europäischen Betten und einigem Mobiliar versehen waren. Boten sie auch nicht die Bequemlichkeiten unserer Hotels, so ließ es sich für einige Stunden doch gut dort rasten. Um weniger lange den glühenden Sonnenstrahlen am Tage ausgesetzt zu sein, brach die Reiseknrnwane meistens schon in sehr früher Morgen­stunde (Ulf.

ch Reisen zur Bergstation Amedzowe.

Die erste von uns, welche eine afrikanische Reise machen sollte, war Schwester Lottchen Rohns. Sie war kaum vier Monate im Lande, als sie im März 1800 znr Pflege von Frau Missionar Spieth nach Ho reiste, und im Oktober desselben Jahres ging es ins schöne Avatimelündchen auf die Bergstativn Amedzowe. Missionar Seeger machte dort damals die ersten Anlagen und baute das große Wohnhaus. Die Reise führte zunächst über die Keta-Lagnne nach Anpako. Von da über Wüte nach