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Zwanzig Jahre Missions-Diakonissenarbeit im Ewelande / von Hedwig Rohns
Entstehung
Seite
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die Savannen wälzen. Alan hört und sieht das Feuer näher- rücken. Dann züngeln die Flammen hell aufleuchtend zwischen den Bäumen empvr. Im Nu hat die Glut das Laub versengt und in den Krvnen der Bäume steigt die Flamme aufflackernd hvch empvr, sich weit darüber erhebend. Das Knacken des Reisigs, das eigentümliche Rauschen, das die Luft erfüllt, hat etwas Spannendes, Nervennufregendes. Ich kannte den Blick nicht vvn dem Schauspiel wenden, bis das Feuer weitergezvgen war und wir es nur nach in weiter Ferne leuchten sahen. Der Nachttau, der in den Tropen sehr stark fällt, löscht, was noch leise fortglimmt. In den nächsten Tagen hat man dann das weniger schöne Gegenbild. Unsere Orangenbäume stehen mit versengten, braunen Blättern da, etwas an den deutschen Herbst erinnernd und darum heimatlich berührend; aber der Boden ist kahl und schwarz, nur hier und da stehen noch einige dürre, versengte Halme, die vor dem Brande wohl besonders saftig gewesen. Der Wind führt immer wieder kleine, schwarz verkohlte Grashalme aus die Veranda und in die Zimmer. Bei der leisesten Berührung zerfallen sie in Staub und machen be­sonders den Plätterinnen viel Not. Aber auch das geht vor­über. Nach einigen Tagen kommt ein kräftiger Regen, der die leichten Luftschisfer zu Boden schlägt und mit der Erde ver­einigt. Die Bäume kleiden sich bald wieder in junges Grün, und aus dem Boden sprießen zartes Gras und mancherlei Blumen."

3. Allerhand Wassersnot.

Einen Monat nach der großen Feuersbrnnst kam Keta in Wassersnot. Der meist von Kokospalmen besetzte Sandstreifen, welcher die Küste bildet, ist zur Zeit der Springfluten immer in Gefahr, sich selbst an den atlantischen Ozean zu verlieren. Die Eingeborenen erzählen, daß das alte Keta sich bis dahin ausgedehnt, wo jetzt die Dampfer liegen. Und in neuerer Zeit ist ein ganzer Stadtteil, alnta genannt, zum Teil im Meer ver­schwunden. Bei einer Sturmflut, die im Jahre 1900 große Verwüstungen an der Küste von Keta anrichtete, wurde das Strandhaus, das größte und schönste der Missionshäuser in Keta, zur Hälfte ein Raub der Meeres wellen. Im Jahre 1892 war das Meer besonders unruhig, und seine wilden Wogen drangen weit ins Land hinein. Als ich mich am 26. April nach Europa einschiffen mußte, war der ganze Strand weithin eine große Wasserfläche, und das Wasser stand bis in das Gehöft der Bremer Faktorei. Dort stand auch das Boot, das