Das von Herrn Vietor -ein Diakonissenhause überlassene Land.
fünfzig Knaben und Mädchen der Kleinkinderschule. Unsere Freude war sehr groß. In einem Briese von: 21. Oktober 1891, der das frohe Ereignis in die Heimat meldet, heißt es: „>Lo sind wir Schwestern jetzt Großgrundbesitzerinnen. Die abscheuliche Kaktushecke, die rechts unser Land begrenzte, ist gefallen, und wir haben einen schönen, großen Garten, der freilich vorläufig noch Wildnis ist. Augenblicklich wird an der Einzäunung des neuen Platzes gearbeitet. Sobald die fertig ist, kann ein Ansang zur Ordnung in unserer nächsten Umgebung gemacht werden. Allerdings muß uns die Regenzeit dabei helfen, denn jetzt ist die Erde so hart, daß man nicht daran denken kann, sie umzugraben. Es hat nämlich vier Monate nicht geregnet. Seit einigen Tagen donnert es täglich, aber der Regen läßt noch aus sich warten." Sobald die Regenzeit eintrat, wurde mit der Bebauung des neuen Gartenlandes begonnen. Wir pflanzten sieben- undsünfzig junge Palmen. Das hieß das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden. Denn außer dem guten Ertrage, den wir von den Kokospalmen erwarten durften, erfüllte uns die Ailssicht auf die Spaziergänge in unserem Palmengarten mit froher Hoffnung. Doch auch hier,sollten wir's erfahren: „Ungestraft wandelt man nicht unter Palmen."
2. In Aeuersgefahr.
Am Montag, den 28. März 1892, saßen wir vier Schwestern fröhlich am Mittagstisch, als sich plötzlich auf der Straße ein großes Geschrei erhob. Die schrillen Töne des bei großen