Vorwort.
Der Begründerin der Missions-Diakvnissenarbeit der Norddeutschen Mission im Ewelande, Diakonisse Hedwig Rohns, bei der Herausgabe dieses Buches geholfen zu haben, ist mir eine große Freude gewesen.
Die Norddeutsche Mission hat für die deutsche Frauen- Missionsarbeit insofern eine besondere Bedeutung, als sie die erste Gesellschaft war, die Diakonissen hinaussandte, ohne dieselben aus dem Verbände ihres Mutterhauses zu losen. Man hat diese Kooperation zwischen Missionshaus und Diakonissen- haus oft aus prinzipiellen Gründen für bedenklich erklärt, aber in der Praxis ist man seitdem unserm Beispiel vielfach gefolgt, da es sich bewährt hat.
Diakonisse Hedwig Rohns, eine geborene Göttingerin, die nach erfolgreicher Tätigkeit als Gouvernante in Hamburg im Alter von 37 Jahren mit ihrer Schwester Lottchen Rohns als die ersten Schwestern vom Diakonissenheim Bethlehem in Hamburg am 1. November 1889 nach Afrika fuhr, hat, ungerechnet die Erholungszeiten in Europa, zwanzig Jahre Missions- Diakonissenarbeit im Ewelande tun dürfen. Als sie vor drei Jahren für immer zurückkehrte, hat sie mit Aufbietung aller Kraft aus der Fülle ihrer Erfahrungen die nachfolgende lebensvolle Darstellung ihrer Wirksamkeit gegeben.
Das Werk umfaßt vier Teile: die Anfänge der Arbeit in Kein und ihre Entwicklung im Ewelande sowie Bilder aus dem Leben und der Arbeit der Schwestern; die Teile sind, um eine möglichst weite Verbreitung zu erleichtern, in vier gesonderten Heften erschienen. Das Buch ist eine Schatzkammer der interessantesten Einzelheiten aus der Missionsarbeit, die mit der ganzen