Sprachproben unö Schlußbemerkungen.
i.
Sprachproben.
Die nachstehenden Sprachproben enthalten nur Wörter der obigen Wortgruppen I und II; sie sollen den praktischen Nachweis liefern, daß K. D/ für die afrikanischen Sprach- bedürfnisse (vom Standpunkt des Weißen) eine völlig genügende Ausdrucksfähigkeit besitzt, obwohl nur die höchst bescheidene, ja überraschend geringfügige Zahl von ca. 500 verschiedenen Wörtern zur Verfügung steht. Außerdem sollen diese Proben bestätigen, daß K. D. keineswegs eine Sprache ist, deren wir ) uns zu schämen hätten (wie bisher z. B. beim Gebrauch des Pidgin-Englisch in deutschen Kolonien). Jeder unparteiische, nicht durch doktrinäre Prinzipien beeinflußte Leser wird wohl auch zugeben müssen, daß K. D. trotz der gewollten Schlichtheit gut und für alle Fälle gut deutsch (wenn auch mit Anklang an die niederdeutsche Mundart) klingt und daß man sich rasch an die geringen Abweichungen gewöhnen kann/) endlich daß
h Wenn auch diese Gewöhnung zweifellos sehr rasch erfolgen wird und wenn auch die wohltätigen Vereinfachungen des K. D. im Prinzip nicht entbehrt werden können, so wird doch gelegentliche Beibehaltung schriftdeutscher Formen seitens eines Deutschen für das Verständnis der Eingeborenen belanglos sein. Es wird also nicht viel daran liegen, wenn ein Deutscher Formen des K. D., die ihm fremdartig erscheinen, zuweilen vermeiden sollte (z. B bei den Wortendungen). Denn das K. D. ist zunächst für die Eingeborenen bestimmt und verdankt sein Entstehen nicht starren philologischen Regeln und Grundsätzen, sondern den Vereinfachungsbedürfnissen des afrikanischen Verkehrs, mit denen sich ein gewisses Maß von Freiheit der Ausdrucksweise sehr wohl verträgt, besonders auf Seite der Weißen. Viel wichtiger ist ein korrekter und verständlicher Gebrauch der Sprache seitens der Eingeborenen.