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Kolonial-Deutsch. Vorschläge einer künftigen deutschen Kolonialsprache in systematisch-grammatikalischer Darst. u. Begr / Von E. Schwörer
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Die Artikel bleiben in allen Kasus unveränderlich (bezüglich Genitiv und Dativ s. Hauptwort).

2. Der unbestimmte Artikel ist in allen Kasus eine^. Die Vokalendung e, die auch für die Eigenschaftswörter gilt, entspricht dem sprachlichen Bedürfnis der Eingeborenen.

3. Beide Arten von Artikeln können häufig wegbleiben. Eigennamen haben keinen Artikel.

Ir. Hauptwort.

1. Die Hauptwörter bleiben im Singular in allen Kasus unverändert. Der Genitiv wird auf sog. analytischem Wege (gleich vielen deutschen Dialekten) mit von äe gebildet, der Dativ in Ausnahmefällen, wenn er besonders betont werden soll, mit an äs oder ru üe.

2. Der Plural der Hauptwörter wird in allen Kasus mit der Endung en gebildet. Der Umlaut des H. D. fällt weg. Diese beiden Regeln sind die einzigen des K. D., die man (wenigstens bei einer Anzahl von Wörtern, durchaus nicht bei allen, insbesondere nicht bei der weit überwiegenden Zahl der weiblichen Hauptwörter, bei denen überhaupt keine Abänderung eintreten wird), als eine etwas einschneidende Abweichung von H. D. bezeichnen kann. Aber andererseits bedeuten gerade jene Regeln für den Eingeborenen (und überhaupt für jeden Aus­länder) eine so wichtige und willkommene Vereinfachung und

windlichen Schwierigkeiten durch den einheitlichen unveränderlichen Artikel von jeher von allen Sprachresormatoren empfohlen wurde. Übrigens hatte sich der kap-holländische Artikel äe früher auch in Südwest einge­bürgert. Z. B. wurde dort cie ?acl (hochdeutsch der Pfad) gesagt und aus diesem männlichen Hauptwort entstand dann das Femininum eile ?, das in Slldwest so gebräuchlich ist, daß es dort ein Verstoß wäre, wenn man statt des unkorrektenauf äis ? gehen" von Reisen sprechen wollte; übrigens auch ein Beweis für die rasche Angewöhnung eines Anfangs fremdartigen, ja falschen Wortes. Jedenfalls wird sich der Artikel cle sehr bald eingelebt haben.

h Die Form eine dürfte wohl geeigneter sein als die (ebenfalls mögliche) Form s, die zwar dialektisch (in Bayern und Österreich) ver­breitet ist und mit dem Englischen übereinstimmt, sich aber doch von H. D. zu sehr entfernt.