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Weitere Degrün-ung öes „Kolonial-Deutsch".'))
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Die politische und wirtschaftliche Würdigung einer etwa bevorstehenden kolonialen Umwälzung, die für Afrika eine neue Epoche einleiten wird, soll hier außerhalb der Erörterung bleiben, da nur eine der vielen Seiten, nämlich die Sprachenfrage zu behandeln ist. Aber auch diese ist wichtig genug und so dringlich,
>) Zur weiteren Begründung des K. D- hatte der Verfasser in seinem Manuskript die politische Seite gestreift und gewisse Gebietsveränderungen, die als Frucht der kommenden Friedensschlüsse in Betracht kämen, angedeutet und als wünschenswert hingestellt. Denn diese erhoffte politische Umwälzung bildet die wesentlichste Voraussetzung und den Hauptanreiz für solche sprachliche Vorschläge.
So grundlegend sohtn diese ev. Veränderung der Landkarte Afrikas für das vorgeschlagene K. D. ist, so muß hier doch auf die — an sich sehr notwendige — spezialisierte Angabe der zu erhoffenden Gebietsveränderungen verzichtet werden, da die Zensurbehörde diesen Teil der Begründung des K. D. größtenteils gestrichen hat. Daher wird von jenen politischen Wünschen und Erwartungen, die die Existenzberechtigung des K. D. begründen, nur allgemein und nur in hypothetischer Form die Rede sein. Aber auch auf dieser verengerten, den Zensurverhältnissen angepaßten Grundlage wird der praktische Kolonialpolitiker, der an die koloniale Zukunft unseres Volkes glaubt, genügend Material und Beweise für die Notwendigkeit des K. D. finden.
2) In diesem Zusammenhang sei hier auch die Stellung des K. D. zum Kisuaheli präzisiert. Wie oben implicite angedeutet, entfällt für Deutsch-Ostasrika, falls dessen bisherige Grenzen keine Ausdehnung erfahren, im Wesentlichen der Zweck des K. D., da alsdann nicht genügend zwingende Gründe bestünden, die eine alsbaldige sprachliche Umwälzung und eine Beseitigung der einmal eingelebten Verhältnisse rechtfertigen würden. Denn selbst diejenigen, die — gleich dem Verfasser — die setner- zeitige Einführung bezw. Beibehaltung des Kisuaheli und dessen dominierende Rolle als offizielle Verkehrssprache aus nationalen Gründen bedauern, werden gleichwohl aus praktischen Erwägungen den bestehenden Sprach-