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licher Natur sein, daß sie nicht erst ein sprachliches Experimentieren gestatten. — Kurz, Alles spricht dafür und nichts dagegen, daß wir möglichst gleichzeitig mit der Besitzergreifung auch die Sprachenfrage lösen und so mit die Grundlage für tunlichst rasche Angliederung und Ausnützung des Besitzes schaffen.
In Folgendem werde ich nun versuchen, in kurzen Zügen die Wege zu zeigen, auf welchen m. E. das koloniale Sprach- problem gelöst werden kann und zwar auf zwei verschiedene Arten (System ^ und 8).
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Es kann an sich nicht die Aufgabe dieses Artikels sein, die Einzelheiten eines fertigen Systems auseinanderzusetzen; dies würde auch für den Leser ein gründliches Studium des Stoffes voraussetzen. Immerhin mögen die nachstehenden Hauptpunkte meine Vorschläge und deren wesentliche Sprachverein- fachung veranschaulichen.
1. Vor Allem ist davon auszugehen, daß der erforderliche Wortvorrat des Eingeborenen (übrigens auch des ungebildeten Europäers) ein überraschend geringer ist und daß er mit 300 bis 500 Wörtern nahezu Alles ausdrücken kann, was für die dortigen, meist primitiven Verhältnisse nötig ist. Auch der Wortschatz des Pidgin-Englisch ist ein auffallend geringer. Demgemäß ist es für K. D. das erste Erfordernis, eine tiefgreifende Sichtung des ungeheuren deutschen Wortschatzes (angeblich gegen 100,000 Wörter) vorzunehmen und die ausgewählten Wörter in einem amtlichen Wortverzeichnis von 500, allerhöchstens 800 Wörtern festzulegen. Es werden also eine Unmenge von Synonymen und von Wörtern mit ähnlicher Bedeutung glatt in Wegfall kommen und durch ein einziges Wort vertreten sein. Dies allein schon wird die Erlernung der Sprache ungemein erleichtern, ohne daß die Deutlichkeit leiden muß. Bei der Auswahl der Wörter sind solche zu bevorzugen, die für die Eingeborenen leicht aussprechbar sind.
2. Das überaus schwierige Problem der Konjugation der Zeitwörter mit den zahllosen Unregelmäßigkeiten, den vielen Zeitformen, Ablauten rc. soll dadurch umgangen werden, daß
Schwörer: Kolonial-Deutsch.
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