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Deutsche Kolonialgesetzgebung : Text-Ausgabe mit Anmerkungen und Sachregister / von Philipp Zorn
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II. Teil. Die Organisation.

Gewalt zugefügten Schaden haften, wird durch Kaiserliche Verordnung bestimmt.

Inwieweit das Schutzgebiet, Kommunalverbände und andere Verbände des öffentlichen Rechts in den Schutzgebieten für die von ihren farbigen Beamten in Ausübung der diesen anver­trauten öffentlichen Gewalt zugefügten Schaden haften, wird durch Verordnung des Reichskanzlers bestimmt.

Die auf Grund des Abs. 2, 3 erlassenen Verordnungen sind dem Reichstag zur Kenntnisnahme vorzulegen.

Vierter Abschnitt.

Die Organisation der Rechtspflege.

Verordnung, betreffend die Rechtsverhältnisse in den deutschen Schutzgebieten. Bom 9. November 1900. (RGBl. S. 1005.) S. Gerstmeher, S. 52.

Verfügung des Reichskanzlers, betr. die Ausübung der Ge­richtsbarkeit in den Schutzgebieten Afrikas und der Südfec vom 25. Dezember 1900 unter Berücksichtigung der Abände­rungen vom 8. Mai 1908 --). (KolBl. 1901 S. 1 u. 1908 S. 659.)

S. Gerstmeher, S. 100.

Dienstanweisung für die. Ausübung der Gerichtsbarkeit im Kiautschongebiete, erlassen vom Reichskanzler. Vom 23. Oktober 1907. (AM. S. 325.) S. Gerstmeher, S. 237.

0 Literatur: Köbner, Die Organisation der Rechtspflege in den Kolonien, Berlin 1903. Seelbach, Grundzüge der Rechts­pflege in den deutschen Kolonien, Bonn 1904. Sieglin, Die koloniale Rechtspflege und ihre Emanzipation vom Konsularrecht, Münster 1908. Perels, über die Errichtung eines Kolonial- und Konsulargerichtshofes, Hamburg 1910.

Vgl. hierzu den Runderlast des Staatssekretärs des Reichs-Koloninl- amts vom 15. August 1908 (DKG. XII S. 850 s.).