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Schnelle Besiedlung unserer neuen Ostmarken / von Ekkehard Ostmann [alias Stumpf]
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Ziehungen zu den südrussischen Deutschen, so daß ihnen die Heranziehung der Siedler keine Schwierigkeiten machen wird. Für die schon verhältnis­mäßig guten lettischen Höfe werden sich auch reichsdeutsche Siedler reich­lich finden.

Diese selbständige Siedlungstätigkeit der Bal­ten müßte nach Kräften gefördert werden, da sie uns die Siedlungsaufgabe in den Neuländern ganz er­heblich erleichtern und u n s ere S i ed lun gskr äfte für die übrigen Bezirke frei lassen würde.

Die vorstehenden Ausführungen zur Besiedlung unseres Neu­landes deuten die etwa mögliche Lösung der zahlreichen Aufgaben, die sich bei der Durchführung unserer gewaltigen Siedlungsarbeit ergeben werden, nur kurz an. Sie sollten in erster Linie den Zweck haben, zu zeigen, daß man nicht berechtigt ist, von dem verhältnismäßig so kleinen Um­fange unserer jetzigen Siedlungstätigkeit ausgehend zu schließen, daß wir zur Besiedlung weiter Landflächen sowohl aus technischen Gründen wie aus Mangel an Siedlern außerstande wären, und sodann den Weg in den Hauptrichtlinien weisen, den wir zur Lösung der Aufgabe beschreiten müssen.

Dabei wird selbstredend so mancher Einzelvorschlag nicht zutreffen, mancher andere zur Erläuterung erwünschte nicht berührt worden sein. Vielleicht gibt es auch noch andere und bessere Wege zur Erreichung des Zieles der durch die Verhältnisse gebotenen schnellsten Durchführung der Siedlung. Einen gangbaren Weg skizzieren die Ausführungen jedenfalls. Im übrigen: Hat das deutsche Volk und seine Beamten­schaft die gewaltigen und wirklich nicht leichten Organisationsaufgabe W'v erschiedenster Art, vor die es dieser Krieg stellte, in auch vom Auslande bewun­derter Weise gelöst, so wird es ganz sicher auch in der Lage sein, die Organisation der für seine Zukunft so außerordentlich wichtigen Besiedlung der Neu- ländereien in durchaus befriedigender Weise zu lösen. Wenn erst der Wille zur Landnahme und zur Be - siedelungin unserer insbesondere in der Zukunft weitaus gefährdetsten östlichen Flanke, die militärische Möglichkeit hierzu natürlich vorausgesetzt, da ist, so wird sich der Weg dazu ganz zweifellos finden. Soll die sofort nach dem Friedensschluß unserer harrende große Siedlungsaufgabe un­gesäumt in Angriff genommen werden können, wie es dringend geboten ist, so müssen die zahlreichen und schwierigen Vorarbeiten für sie umgehend