daß eben die Ansiedler diese Stellen anders bewerteten als die Aufteilungsbehörde. Hätten sie die Stellenbewertung und Kaufpreis u n t e r v e r te i l u n g vorzunehmen gehabt, fo hätten sie wahrscheinlich die jetzt schwer verkäuflichen Stellen von Anfang an niedriger und die schnell verkauften, ihnen sicherlich zu billig erscheinenden, höher bewertet — und Wohl mit Recht. Um der Siedlungsbehörde die Möglichkeit zu geben, etwaige größere Bewcrtungsirrtümer späterhin auszugleichen, wird es sich empfehlen, hierfür einen Aufschlag von 5 v. H. auf das Kaufpreissoll vorzunehmen.
Ist nun der Einteilungsplan aufs Feld übertragen, die Stellenbewertung erfolgt und vorn Ansiedlerausschuß sowie vom Siedlungsamt anerkannt, dann folgt sofort die Stellenvergebung.
Diese könnte am besten Wohl entweder in der Form der Verlosung oder der Versteigerung innerhalb der Käufer der Gemarkung erfolgen.
Da in beiden Fällen kein Mitglied des Ausschusses wie der Ansiedlervollversammlung bei den Einteilungs- und Bewertungsverhandlungen weiß, welche Stelle er bekommen wird, ist sachliche Arbeit bei allen gesichert.
Die Versteigerung würde zu erfolgen haben nach einem — dem Kaufpreis entsprechend berechneten — Stellen-Mindestpreis. Der über das Kaufpreissoll hinaus bei etwaiger eifriger Steigerung sich ergebende Ueberschuß des wirklich erzielten Gesamtergebnisses würde dann von dem Preise jeder Stelle anteilig gekürzt werden. Sind z. B. 500 000 M. statt 450 000 M. aufgekommen, fo beträgt die bei allen Stellen gleichmäßig vorzunehmende Kaufpreiskürzung 10 v. H. Dieses Verfahren würde den Vorzug haben, das jeder das bekäme, was er, wenn auch zu hohem Preise, für sich zu ersteigern für richtig hielt.
Auf die
Kaufbedingungen, Beleihung und Berentung soll zunächst nicht näher eingegangen werden.
Wenn die Besiedlung schnell durchgeführt werden und uns deutsches Blut aus dem Auslande, das sonst verlorengehen würde, wieder zuführen soll, fo müssen die Kaufbedingungen natürlich fo günstig wie möglich sein und auch berücksichtigen, daß die Siedler auf Land kommen, das noch jahrelange Arbeit braucht, um in volle Kultur zu kommen. Daher ist zu fordern: mäßiger Kaufpreis, möglichst hohe Beleihung bei mäßiger Anzahlungsforderung, Beleihung etwa in Rentengutsform mit vollster nationaler Sicherung, längere Freijahre mit stufenweise steigender Rente, weiteftgehende Unterstützung bei den Bauten durch tunlichste Lieferung