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Schnelle Besiedlung unserer neuen Ostmarken / von Ekkehard Ostmann [alias Stumpf]
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Es wird im wesentlichen ihrer Entscheidung überlassen bleiben können, ob sie die Wirtschaft bis zur endgültigen Teilung der Flächen mehr oder minder kommunistisch führen (zunächst z. B. gemeinsame Be­stellung und Ernte, Verfüllung von Schützengräben, Schuttwegräumen usw.) oder die Erträge nach Flächen verteilen oder einen sonst ihnen ge­eignet erscheinenden Weg wählen wollen. Nur dadurch, daß die Siedlungsleiter mitdentausen derlei Kleinigkeiten des eigentlichen Wirtschaftsbetriebes nicht belastet werden, wird es möglich sein, genügend Siedlungs­leiter für das große Werk zu bekommen.

Die Bauten.

Ebenso wie bei der Zwischenwirtschaft wird auch bei den Bauten die Ausführung in weite st em Umfange den Ansiedlern überlassen werden können und müssen. Dies ist ja auch schon das Bestreben bei unserer jetzigen Siedlung in Alt- Deutschland, das nur deshalb selten erfolgreich ist, weil die Ansiedler meist nicht an Ort und Stelle sind, dort keine Wohngelegenheit haben da alle Räume für die Zwischenverwaltung gebraucht werden weil sie sich gegenseitig nicht kennen, mit Bauten meist nichts zu tun gehabt haben usw.

Viel günstiger liegen hierbei die Verhältnisse für unsere Rück­wanderer. Sie sind von Anfang an an Ort und Stelle, kennen sich ge­nau und werden sich bei den Bauten gegenseitig aushelfen mit Rat und Tat, denn ein Teil von ihnen hat in der alten Heimat sicherlich schon einmal gebaut und weiß daher Bescheid. Auch waren sie dort viel mehr auf sich angewiesen als unsere Siedler, die sich für ihr Geld alles besorgen lasten konnten. Die Grundlagen für den an sich so erwünschten Selbstbau sind also gegeben. Im selbst gebauten Gebäude fühlen sich die Erbauer in jedem Falle zufriedener als in einem von anderer Seite aufgeführten Baue, auch wenn der erstere in Wirklichkeit teurer und unvorteilhafter wäre. Zudem würden brauchbare Unternehmer für eine so umfangreiche Tätigkeit in unserem Neulande gar nicht zu bekommen sein.

Natürlich muß der Staat die Ansiedler bei ihrem Selbstbau in noch viel weitgehenderem Maße unterstützen, als dies z. B. die Ansiedlungs- kommission tun konnte, durch Sachverständige, durch Geld und Baustoffe. Auf die Art und Weise der Unterstützung mit Geld soll hier nicht ein­gegangen werden; daß sie erforderlichenfalls in weitestem Umfange ein­treten muß, ist klar. Ebenso kann hier zur Frage der Grundrißanordnung, der Art der Ausführung und inneren Einrichtung der Gebäude nicht Stellung genommen werden; nur das eine sei noch bemerkt, daß wir die Ansiedler keinesfalls gleich mit unseren weitgehenden Vaupolizei-

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