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Schnelle Besiedlung unserer neuen Ostmarken / von Ekkehard Ostmann [alias Stumpf]
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4. Der Einzelne wird sich viel eher zur Ansiedlung im fernen Osten entschließen, wenn er von vornherein seine Dorfgenossen genau kennt, sich mit ihnen eins fühlt und durch die gemein­samen Bande von Kriegs- und Heimatserinnerungen verbunden ist, als wenn er aufs Geratewohl und ohne Kenntnis seiner künf­tigen Dorfnachbarn nach dem fernen Osten ziehen soll. Diese Tat­sache wird vielen Tausenden von Ansiedlern den Entschluß, sich im Osten eine neue Heimat zu gründen, sehr erleichtern oder über­haupt erst ermöglichen.

Dies alles zeigt, daß die schon in der Heimat von vornherein vorzunehmende gruppenweise Zu­sammenfassung der Ansiedler von der größten Be­deutung für das Ansiedlungswerk sein wird.

Zivilpersonen aus dem Reiche als Siedler.

Die Erreichung dieser Zusammenfassung wird bei den Deutsch-Russen und den Soldaten-Siedlern verhältnismäßig leicht sein, schwieriger dagegen bei der außerhalb des militärischen Rahmens zu werbenden dritten Gruppe von Siedlern, den ansiedlungs- lustigen Zivilisten aus dem Reiche.

Zur Heranziehung dieser Siedlergruppe ist übrigens zu bemerken, daß sie im Gegensatz zu den beiden ersten ganz und gar nicht eilt. Zu­nächst werden wir zweifellos keinen Mangel an Siedlern, sondern viel­mehr die größte Mühe haben, den Siedlerstrom der Rückwanderer und Soldaten unterzubringen. Die Organisation des Zuzuges nichtsoldatischer Siedler aus dem Reiche braucht daher Wohl erst dann in die Wege geleitet zu werden, wenn die gewaltige Aufgabe der Unterbringung der Siedler der beiden ersten Gruppen im wesentlichen erledigt ist. Auch ist zu beachten, daß sich der zweiten Gruppe zweifellos sehr viele Nichtsoldaten an­schließen werden.

Immerhin sind Wohl einige Ausführungen zu dieser Frage auch jetzt schon angebracht.

Die Spitzen der Selbstverwaltungsbehörden, die Landräte, haben bei der Ansiedlungswerbung für die Ansiedlungs-Kommission in Posen viel­fach durchaus versagt und sind bisweilen sogar bemüht gewesen, die Ansiedlungslustigen vom Wegzuge nach Posen-Westpreußen abzu­bringen, um sie ihrem Kreise zu erhalten. Mit einer derartigen Kirchturms­politik wird vielleicht auch künftig zu rechnen sein, wenn dem nicht von vornherein vorgebaut wird. Bei der großen Belastung der Landräte wird von ihnen im übrigen eine nennenswerte unmittelbare Mitwirkung bei der Ansiedlerwerbung kaum zu verlangen sein, man wird sich vielmehr