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Schnelle Besiedlung unserer neuen Ostmarken / von Ekkehard Ostmann [alias Stumpf]
Entstehung
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In diesen kommt es darauf an, auf den verhältnismäßig kleinen Flächen, die nur zur Verfügung stehen, möglichst viel deutsche Siedler unter die alte Bevölkerung zu bringen. Hierfür sind also reichsdeutsche Siedler mehr geeignet, die auf kleinen Flächen intensiv wirtschaften, so daß der Stellendurchschnitt wohl um 6 bis 10 da kleiner sein kann.

ll. Die Siedler.

Als Siedler für unser östliches Neuland kommen vier Hauptgruppen in Betracht:

1. die deutsch-russischen Bauern, insbesondere Südrußlands und Polens, mit etwa 1,62 Millionen Köpfen,

2. die vom Lande stammenden Soldaten der Truppenteile, die das Land erkämpft und dabei kennen gelernt haben,

3. ansiedlungslustige Zivilisten aus dem Reiche und

4. deutsche Rückwanderer aus anderen Ländern sowie Siedler aus den nordgermanischen Ländern und vielleicht Vlamen.

Zunächst zur weitaus wichtigsten Siedle rgruppe, den deutschen Rückwanderern aus Rußland.

Das Ausschöpfen dieser wichtigen Siedlerquelle hat uns Rußland durch die im Frühjahr ergangenen, auf die Ent­eignung und völlige Verdrängung der Deutschen in Rußland hin­zielenden Verordnungen* außerordentlich erleichtert. Dadurch wird den Deutschen der Entschluß, von ihrer russischenHeimat" zu scheiden, im allgemeinen wohl nicht mehr sehr schwer werden. Schon deshalb muß die hin und wieder geäußerte Befürchtung, die Ansiedler des fruchtbaren russischen Schwarzerdgebietes würden nicht nach dem russi­schen Nordwestgebiete gehen, als unzutreffend bezeichnet werden. Daß sie dies in der Tat ist, zeigen die vielfachen guten Erfahrungen, die man in Kurland mit der Ansiedlung solcher Rückwanderer gemacht hat. Zunächst von 1908 an in Kurland, sodann auch in Livland hat man nicht nur ohne jede Staatsunterstützung, sondern gegen den Willen des Staates und gegen die Maßnahmen der staatlichen Agrarbank bis zum Jahre 1913, in dem der Staat jede weitere Siedlungstätigkeit mit Gewalt unterband, nicht weniger als 20 000 Rückwanderer angesiedelt, ein gewiß hervorragender Erfolg.** Auch in diesem Frühjahr sind dort mehrfach

* Vgl. Archiv f. Jnn. Kolonisation; Juliheft 19 t 5.

** Sehr lehrreiche Ausführungen hierüber bringt ein kurländischer Groß­grundbesitzer und Hauptförderer der Ansiedlung, Broedrich - Kurmahlen, im Archiv f. Jnn. Kolonisation, Juliheft 1915 unterKolonisationsmöglichkeiten im Ostseegebiete und in Litaue n".