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Schnelle Besiedlung unserer neuen Ostmarken / von Ekkehard Ostmann [alias Stumpf]
Entstehung
Seite
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glied des konservativen Flügels unserer Polen, der bekanntlich be­strebt ist, Fühlung mit der preußischen Regierung zu halten, nimmt ganz unzweideutig die Lande zwischen Bug und Dnjepr sowie ganz Litauen für Polen in Anspruch. Diese Ansprüche werden demnach lückenlos von allen polnischen Parteischattierungen, vom Sozial- demokraten bis zum Konservativen erhoben, eine Tatsache, auf die nicht scharf genug hingewiesen werden kann, und die bei der Beurteilung der Aussiedlungsfrage von allerhöchstem Werte ist. Die Polen haben uns stets bewiesen, daß sie ihre berechtigten oder unberechtigten Ansprüche hartnäckigst verfolgen. Nun, sie haben ihre Forderungen an unser Neuland unverblümt angemeldet. Ihre Schuld ist es dann nicht, wenn uns in unserm Neuland später die größten Schwierigkeiten von ihnen gemacht werden, wenn ihnen die Möglichkeit hierzu eben nicht durch Aussiedlung genommen wird.

Oiscite moniti!

Wenn man so ohne jede Schädigung der Auszusiedelnden genügend Siedlungsland für die deutschen Rückwanderer gesichert hat, dann kann, soweit beiderseits bäuerlicher Besitz in Betracht kommt, die Umsied­lung gewissermaßen Zug um Zug erfolgen. Die Rück­wanderer finden, soweit sie nicht in Ostpreußen unterzubringen sind, was nur in ganz geringem Umfange zutrifft, selbst wenn in Ostpreußen in den ersten Jahren nach dem Kriege 20 Domänen und 80 Privatgroßbetriebe aufgeteilt würden, was aber sicherlich nicht der Fall sein wird, da die Russen doch nur einen kleinen Teil Ostpreußenssiedlungsreif" gemacht haben, so würden dabei nur (20 -j- 80) 100 X 35 3600 Familien mit etwa 3036 000 Köpfen Unterkunft finden! in der neuen Heimat in den Bauerndörfern und auf den Gütern schon einDach über dem Haupt" vor.

Wenn es auch ihren Ansprüchen für die Dauer nach keiner Richtung genügen dürfte, so bietet es ihnen immerhin die Möglichkeit, unter ihm in Ruhe die Stellenzuteilung, die Landbestellung und den Gebäudeaufbau abzuwarten oder auszuführen. Das ist von der allergrößten Bedeutung für das ganze Siedlungswerk, das durch die hierdurch ermöglichte An­wesenheit und Mitarbeit der Ansiedler ganz außerordentlich erleichtert, verbilligt und beschleunigt wird.

Auch die

Zwischensiedlung

wir übrigens, wie schon bei der Austauschsiedlung betont, wesent­lich erleichtert durch die mit echt tatarischem Barbarismus er-