Eisenbahnen und Kohlenfelder.
281
Fuhrleute, Gasthausbesitzer u. s. w. schafft. Man lasse ihn besonders denen zukommen, welche, wie die Schiebkärrner, in Unkennt- niss der mit der Eisenbahnanlage verbundenen grossen Förderung des Klein Verkehrs, eine Schädigung ihrer Existenz befürchten müssen. Ist einmal die erste Strecke vollendet, und erkennen die Leute den praktischen Vortheil, so wird die Fortführung je weiter desto leichter sein. Früher war der Eisenbahnbau in China überhaupt nicht möglich, weil alle Klassen sich dagegen sträubten; besonders sollten, nach Angabe der Behörden, religiöse Vorurtheile der Bevölkerung und die überall vorhandenen Grabstätten im Wege sein. Es hat sich gezeigt, dass die Eöngschui, d. i. die Geister von Wind und Wasser, nichts mehr einzuwenden haben, sobald ein materieller Vortheil klar erwiesen ist, und dass die Ehrung der Todten ein Hinderniss nicht ist, sobald man den Angehörigen einen kleinen, für alle Fälle festzusetzenden Betrag für die Verlegung der Gräber nach anderen Orten zahlt.
Für die Enteignung von Grund und Boden sind bei der Eisenbahn in Tschili Erfahrungen gesammelt worden. Die Preise für Boden schwanken innerhalb weiter Grenzen. Gutes berieseltes Gartenbauland bewerthet sich ungemein hoch, unbebautes Land sehr niedrig. Hier kommt es darauf an, völlige Gerechtigkeit walten zu lassen und den vollen Werth so zu zahlen, dass das Geld den Eigenthümern wirklich zukommt, und nicht den Beamten und Unterhändlern, die sich bald einfinden werden. Erhalten die Eigenthiimer nicht ihre Zahlung, so kann Erbitterung nicht aus- bleiben; wird sie ihnen nach gerechten Grundsätzen gewährt, so werden sie Freunde der Unternehmungen sein.
Die Ver werth ung der Kohlen fei der von Sch an tu 11g.
Es sind in früheren Kapiteln die Kohlenfelder beschrieben worden, so weit ich darüber Aufschluss zu geben vermag. Ausführlichere Darstellungen habe ich in China, Bd. II, S. 184 bis 211 gegeben. Eine Zusammenstellung findet sich an dem oben in der Anmerkung auf S. 125 angeführten Ort. Meine Untersuchungen können durchaus nur den Werth einer ersten flüchtigen Rekognos-