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Schantung und seine Eingangspforte Kiautschou : mit 3 grossen Karten ausser Text (1 topographische und 1 geologische Karte der Provinz Schantung, 1Karte des nordöstlichen China), 3 kleinen Karten im Text und 9 Lichtdrucktafeln / von Ferdinand von Richthofen
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Englisch-Amerikanische Mission in Schantung.

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beschäftigten Europäer, nämlich 31 Männer und Frauen. Ihre Gemeinde zählt 300 getaufte Erwachsene.

6. American Southern Baptists, in Töngtschou-fu, Pingtutshou und Tschifu. 7. American Episcopal Methodists, in Tai-

nganfu. 8. Society for Propagation of the Gospel, in Tschifu, Tainganfu und Pingyuön-hsien (einer Stadt an der Reichsstrasse nördlich vom Gelben Fluss). Sie arbeiten alle noch mit geringem Personal und zählen resp. 200, 300 und 200 getaufte Erwachsene.

Diese acht Gesellschaften arbeiten an 16 Stationen, die sich vom Ostende der Halbinsel am nördlichen Gebirgsrand hin ver­theilen und im Westen noch, ausser kleinen Plätzen, die wichtigen Städte Tainganfu und Itschoufu begreifen. Es sind ungefähr 60 Missionare und 14 Aerzte thätig, und die Zahl der in die Gemeinden aufgenommenen' getauften Bewachsenen summirt sich zu 12550. Es wird daraus auf eine Seelenzahl von insgesammt 20000 geschlossen. Einen sicheren Anhalt geben diese Zahlen nicht; auch kommt es ja gerade bei der Missionsthätigkeit ungleich mehr auf die Qualität als auf die Quantität der Bekehrten an. Die Principien der Aufnahme in die Gemeinden scheinen bei den einzelnen Missionsgesellschaften ebenso verschieden zu sein, wie die Methoden der Statistik. Was diesen letzteren Unterschied betrifft, so genügt ein Vergleich der hier unter 1 und 3 an­gegebenen Zahlen der von zwei Missionsgesellschaften in Schantung allein behandelten Patienten und der auf S. 234 mitgetheilten An­zahl sämmtlicher von 44 Missionsgesellschaften in ganz China ge­pflegten Kranken. Und doch sollen beiderlei Zahlen derselben Quelle entnommen sein.

Die deutsche protestantische Mission in China.

Die deutsche protestantische Mission unterscheidet sich in mancher Hinsicht ganz allgemein von der englisch-amerikanischen. Sie sieht auf die Ausbildung der Sendboten in besonderen Missions­seminaren und schickt nur Geistliche aus. Der Missionsberuf wird ideal in völlig religiösem Sinn aufgefasst; seine Triebfeder ist das Erbarmen mit einer Menschheit, welcher das christliche Heil