Der Taischan.
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westwind. Um 1 ’23 Uhr stellte sich mit einigen Wirbeln Nordwind ein, das Thermometer stand um 3 Uhr nur noch auf 19 0 und um 4 Uhr auf 16 0 ; der Wind wurde zum Orkan und Sandsturm; die Luft war mit Staub und Sand dick erfüllt und wurde völlig undurchsichtig. Wagen und Menschen waren mit einer dicken Lage des athmosphärischen Niederschlags bedeckt, als wir Taingan erreichten. Das Barometer, das wahrscheinlich schon vorher stark gestiegen war, zeigte noch in den wenigen übrigen Tagesstunden ein auffallendes Ansteigen.
Der Taischan.
Seit dem hohen Alterthum ist der Taischan der vornehmste unter den heiligen Bergen von China gewesen, deren man anfangs vier, später fünf zählte. Man kann ihn das Wahrzeichen für die Ostmark des alten Reiches nennen. Der Berg, dessen Höhe über seiner Basis zu 5000 Fuss angegeben wird und der alle anderen Gebirge der Gegend überragt, hat seinen Ruf bis heute bewahrt. Nördlich von der Stadt Tainganfu steht ein weitläufiger, schön gebauter Tempel, der dem Gott des Berges geweiht ist. Ein Hain hoher Bäume zieht sich herum; denn der Tempelgrund ist heilig und die Bäume dürfen nicht verletzt werden. Einige von ihnen sind angeblich von Kaisern aus den Dynastien Sung (960—1279), Yuön (1280—1368) und Ming (1368—1644) gepflanzt worden. In dem Haupttempel sitzt eine grosse Figur; sie soll den Kaiser Schun darstellen, der, ehe er Nachfolger von Yau wurde, dessen Mitregent war und als solcher im Jahr 2281 v. Chr. hier dem Schangti, d. i. dem Gott des Himmels, ein Opfer darbrachte.
Von hier beginnt der Anstieg auf den Berg, dessen Anblick noch verhüllt war. Da mir damals seine hohe Bedeutung vor allen anderen in Schantung nicht bekannt war, so besuchte ich leider nur den Fuss und begnügte mich mit der Feststellung, dass * ein in Granit übergehender Gneiss das herrschende Gestein bildet. Der Weg nach der Höhe wird von Markham als eine Folge von Treppenstufen beschrieben. Erst geht es in einer Schlucht sanft hinauf, dann wird der Anstieg steiler. In der unteren Hälfte ist
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