Vorbemerkungen.
I. Die diesem Buch beigegebenen Karten.
I. Die Karte der Provinz Schantung.
Für diese Karte, welche in dem im Verhältniss zu dem Grad unserer Landeskenntniss grossen Maassstab I : 1000000 gezeichnet ist, muss ich grosse Nachsicht beanspruchen; und wenn in kurzer Zeit die verbessernde Hand geübter Geodäten einen Theil nach dem anderen in richtigere Gestalt bringen wird, so möge man nicht vergessen, dass die Berichtigung leicht, das weitaus Schwerere aber das erste Gestalten aus unvollkommenen Mitteln heraus ist. Es gab, als ich meine Reise antrat, keine europäische Darstellung der Provinz, als die Kopie eines in rohen Umrissen gehaltenen chinesischen Originals in Martin Martini’s Atlas vom Jahr 165 5, und das Blatt Schantung von d’Anville aus dem Jahr 1735. Dieses stand mir nicht einmal zu Gebote; ich besass nur eine Uebersichtskarte von China, welche Heinrich Berghaus im Jahr 1843 bei Simon Schropp in Berlin herausgegeben hat, und in welcher in sehr kleinem Maassstab (1:7 000 OOOi die Zeichnung von d’Anville aufgenommen ist. Dieses Material konnte natürlich nur zum allgemeinsten Anhalt dienen, um mich über die Lage meiner Reisewege zu orientieren.
Besseren Anhalt gaben mir die Blätter einer einheimischen Generalkarte von China, welche im Maassstab I: I 000 000 einige Jahre zuvor in Wutschangfu erschienen war. Für den Ungeübten ist sie sehr schwer zu benutzen, um so mehr, als natürlich alle Namen chinesisch geschrieben sind. Sie giebt ein etwas unbeholfenes Gerippe, in dem die Lage einiger Hauptstädte durch die Ortsbestimmungen der Jesuiten annähernd genau festgelegt ist. Jede Flusslinie bezeichnet einen wirklich vorhandenen Wasserlauf; aber ihre Ausführung gewährt nur einen allgemeinen Anhalt für Lage und Richtung des Flusses. Berge sind als vorhanden angedeutet, aber es fehlt der elementarste Versuch einer Gebirgszeichnung. Strassen sind nicht angegeben.
Da nun eine geologische Aufnahme nur dann einen Sinn hat, wenn sie auf einer Karte von mässig grossem Maassstab niederlegt, so sah
man