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Verhalten der englischen und der unter englischem Oberbefehl stehenden französischen Truppen gegen die weiße Bevölkerung der deutschen Schutzgebiete Kamerun und Togo / Reichs-Kolonialamt
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Anlage 54.

Auszugsweise Abschrift zu IV. 432. 15.

Kriegsministerium.

Militäruutersuchungsstelle für Verletzungen des Kriegsrechts. Hin 1842.

Gegenwärtig:

Kriegsgerichtsrat Dr. Linde als Richter,

Kalkulator Scholz

als Gerichtsschreiber

Berlin, den 18. Januar 1015.

Es erschien Herr Dr. Beyer, wurde mit dem Gegenstände seiner Vernehmung bekanutgemacht und über die Bedeutung des Eides aufgeklärt. Derselbe erklärte:

Zur Person: Ich heiße Karl Beyer, bin 42 Jahre alt, evangelischer Religion. Ich war Negierungsarzt in Viktoria (Kamerun), wurde im September von den Engländern zum Kriegsgefangenen gemacht, aber gegen Abgabe des Ehrenworts, den Interessen der Alliierten nicht entgegentreten zu wollen, in Viktoria belassen.

Zur Sache: Nach der Besetzung Viktorias wurden die Weißen von dort nach Duala geführt. Ich habe selbst gesehen, wie in Kakaohafen unmittelbar neben Viktoria in einem alleingelassenen Privathause von einem englischen Soldaten Kommoden und Tische auf ihren Inhalt hin aufgerissen wurden. Der Olork Moses Wapn kam zu unr­und beschwerte sich, daß nicht nur die Schwarzen, sondern auch die weißen Soldaten in den verlassenen Häusern plünderten. Ich wie die Krankenschwester Marga Bielitz er­haben selbst gesehen, wie von weißen Soldaten aus der Versuchsanstalt, die dem Hospital gegenüberliegt, Sachen geschleppt wurden.

In Kamerun wurden die gefangenen Männer von Buea nach Viktoria in 5 Stunden Marsch durch die Tropensonne von farbigen Soldaten transportiert. Als sie an meinem Hause vorbeikamen, schlugen die Schwarzen nach den Iungens, welche das Hospital und ich mit Limonade, Kaffee und Tee als Erfrischungen aufgestellt hatten, und drängten die gefangenen Zivilisten weiter.

An Bord des englischen Schiffes »^.xxmur« war die Verpflegung für die 2. und 3. Klasse, worin fast alle Männer untergebracht waren, dürftig und reichte kaum aus, das Leben zu erhalten. Die Stewards verkauften Lebensmittel, deren Herkunft aus den für die Kriegsgefangenen bestimmten Lebensmitteln von ihnen selbst nicht abgeleugnet wurde. Bei einer in Gegenwart des englischen Transportführers angestellten Untersuchung gab der Steward zu, Lebensmittel abgegeben und Geld dafür empfangen zu haben, behauptete aber, er habe das Geld als Trinkgeld aufgefaßt. In der Mehrzahl der Fälle wagten indessen die Deutschen nicht, Beschwerden anzubringen, aus Furcht vor einer etwaigen Verschlechterung ihrer Lage.

Die Stewards, denen jede Handreichung für die Gefangenen zu tun verboten war, warfen auch sonst mit Ausdrücken wie »Ulood^ Dermans, danined Oarmans« um sich. Um bessere Verhältnisse zu schaffen, wurde Geld gesammelt, in der ersten Klaffe 660, in der zweiten 230 Mark, um durch das Versprechen dieses Trinkgeldes anständigere