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Auszugsweise Abschrift zu IV. 31 l. 16.
Gericht der 119. Infanterie-Division. Gegenwärtig:
Kriegsgerichtsrat Struckmann, Kriegsgerichtssekretär Munster
als Militär-Gerichtsschreiber.
Anlage 18 .
Baranowitschi, den 15. Februar 1916.
Es erscheint der Oberstabsarzt Professor Dr. Werner, überreicht ein aus 2 Bogen bestehendes Schriftstück und erklärt:
Dieses von mir unterschriebene Schriftstück enthält die Antworten auf die von, Reichs Kolonialamt an mich gerichteten Fragen. Ich bin bereit, die Antworten zu beschwören. Es wurden darauf die einzelnen Fragen und im Anschluß an jede Frage die Antwort vorgelesen. Der Erschienene beschwor darauf die Antworten mit dem Zcugeneid.
Vorgelesen genehmigt unterschrieben, gez. Pros. Dr. H. Werner,
Oberstabsarzt.
gez. Struckmann.
gez. Munster.
Anlage zum Protokoll vorn 15. Februar 1916, vom Oberstabsarzt 1)r. Werner überreicht.
gez. Munster,
Krieflscze» ichtös > kretar.
Werner, Heinrich,
Baranowitschi 119. I. D. Rußland.
Hcimatsadresse: Berlin Steglitz, Beymestraße 20 Preuße, Mühlhausen (Thüringen) 14. Mai 1874.
Verheiratet.
Medizinalreferent und Oberstabsarzt der Schutztruppe Kamerun. Wohnung in Buea.
Gefangennahme bei der Einnahme Dualas 27. September 1914 durch englische Truppe, weißer Unteroffizier, farbige Soldaten.
Den in französische Gefangenschaft abgeführten Deutschen Dualas wurde die Mitnahme der notwendigsten Dinge, Wäsche, Toilettengegenstände versagt. Sie dursten keinerlei Gepäck mitführen und wurden von Schwarzen bewacht, an den Hafen geführt und verladen.
Die in englische Gefangenschaft geratenen Deutschen Dualas wurden im Gou- vernementskrankcnhause, in wenigen Räumen zusammengedrängt (etwa 8 Personen in einem kleinen Raum — keine Betten), untergebracht und von Farbigen bewacht. Die meisten hatten dabei nicht das allernötigfte Gepäck, Wäsche und Decken. Verpflegung
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