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Verhalten der englischen und der unter englischem Oberbefehl stehenden französischen Truppen gegen die weiße Bevölkerung der deutschen Schutzgebiete Kamerun und Togo / Reichs-Kolonialamt
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Anhang.

Angaben von deutschen Männern und Frauen zu denAuszügen auf S. 44i 45, 46 der Lorre8ponäence relative to tlie allegeä Ill-Ireatment ek 6erman ZuHects captureä in tbe Lameroons vorn November 1915".

1.

Gießen, den 21. Mai 1910.

Die angeführten Worte rühren nicht von mir her. Ich kann heute nicht mehr feststellen, ob sie dem Zusammenhang nach richtig wiedergegeben sind. Es hat uns Schwestern völlig fern gelegen, aus eigenem Antrieb oder Wunsch dem Mr. Powl eine Quittung in Gestalt eines schriftlichen Dankes für angemessenes Verhalten uns gegenüber in die Hand zu drücken/ wir wurden vielmehr am Schlüsse unserer Inter- nierung kurz vor unserer Überführung nach Fernando Po von einem Engländer, der täglich zu uns kam und sich als Arzt ausgab, aufgefordert, dies zu tun. Es ist mir noch in guter Erinnerung, daß wir uns dagegen sträubten, daß uns darauf von deutscher Seite der Nat gegeben wurde, es doch zu tun, da wir im Falle einer Weigerung vielleicht nicht fortgelassen würden, und am Ende gar in französische Gefangenschaft kämen/ so wurde uns vorher von den Engländern gesagt, als wir energisch die Zu­mutung zurückwiesen', einen Schwur zu leisten, nach dem wir im Falle einer Rückkehr nach Deutschland für die Dauer des Krieges nicht im Dienste des Roten Kreuzes tätig sein durften.

Kolonialschwester EMMY GÜNgerich.

11 .

Troppau, den 22. Mai 1910.

Schwester Anne von Fo^, die die Zeilen schrieb, wird genauer wissen, wie sie lauteten. Schwester Änne hat aber bestimmt deutsch geschrieben, nicht englisch, ölr. korvl ein Dankschreibeu zu geben, wurde uns von einem englischen Arzt, Dr. Lriseoo, sehr nahegelegt. Ick glaube nicht, daß uns von selbst auch nur der Gedanke gekommen wäre/ wir fanden ihn eigenartig.

Schwester Marie Reinecke.

111 .

St. Quentin, den 21. Mai 1916.

Das erwähnte Schreiben mußten wir unterzeichnen/ es wurde von uns verlangt/ es war kein Akt der Dankbarkeit.

Schwester Anne VON F0X.

IV.

St. Quentin, den 27. Mai 1910. ^

Zu diesem Dank wurden wir gezwungen.

Sckwester Luise Alm.