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Kweiter Pheil.
Me Schöpfung des ersten französtschen Kolonial-
reiches.
Erstes Kapitel.
Richelieu als Bahnbrecher.
Es waren diese Umstände, welche die Aufmerksamkeit des Kardinals Richelieu, der seit 1624 die Geschicke Frankreichs leitete, auf Canada lenkten. Richelieu hat sich von Anfang an von dem Gedanken durchdrungen gezeigt, Frankreichs Macht zur See zu stärken und es dadurch in Stand zu setzen, es mit Oesterreich und Spanien aufzunehmen.
Schon 1625 richtete er an König Louis XIII. eine Denkschrift, worin er Bau einer Kriegsflotte beantragte und Verwendung von I V 2 Millionen Livres zum Unterhalt von 30 Schissen, zunächst im Mittelmeer, vorschlug. Bald darauf trat er dem Antrag einer Anzahl nordfranzösischer Kaufleute auf Privilegirung einer großen Gesellschaft näher.
Während eines Aufenthalts in Nantes erwirkte er von: König ein Edikt pour 1'6tadli886iu6ut ck.6 eouunores au liavro «In Nor- 61dan. Die Unternehmer, an ihrer Spitze die Sieurs de Bruc, Duval, Le Marechal und Montmort, versprachen, ein Anfangs^ kapital von 1 600 000 Livres aufzubringen. Sie sollten dafür in Mor- bihan den Hafen und ein ausreichendes Gebiet zur freien Verfügung erhalten, um dort Schiffswerften, Fabriken, Kanonengießereien und Druckereien zu errichten. Gegen Zahlung einer niedrigen Summe jährlich erhielten sie Freiheit von allen Steuern, eigene Polizei und Gerichtsbarkeit. Die Gesellschaft sollte befugt sein, Land in Rondelle France in Besitz zu nehmen und freiwillige Auswanderer so-