Melanesien. — Mikronesien.
197
Genauere Temperaturbeobachtungen an diesen Inseln sind selten; doch ist das Klima zweifellos ein sehr gleichmäßiges Seeklima von durchaus tropischer Ausbildung. 25 — 31? wird die gewöhnliche Temperatur des Tages sein. Auf deu Marshall-Inseln erreichte in den Jahren 1879/80 die Temperatur morgens 8 Uhr 27,5—28,5°, um 1 Uhr mittags 28,2—30,2°, um 7 Uhr abends 27,4—28,30; kühlste Monat war der Januar, der wärmste der August, und die Schwankungen sind sehr gering. Das absolute Marimum der Temperatur war 33,80, das absolute Minimum 21,50. Vom April an bläst auf den westlichen Karolinen der Südwestmonsun mit starken Niederschlügen, wie überhaupt das Klima der Karolinen feucht ist. Unbeschreiblich heftige Regengüsse stürzen namentlich in: Winterhalbjahr herab und machen der: Verkehr in: Freien zeitweise ganz unmöglich; eine bestimmt ausgeprägte Regenzeit fehlt aber. Auf den Marianen sind die Jahreszeiten infolge der nördlicheren Lage bereits mehr ausgeprägt. Eure heiße, trockene Zeit steht einer kühleren, feuchten gegenüber; aber auch in der mit den: Wehei: des Nordostpassats im Winterhalbjahr zusammenfallende!: Trockenzeit fallen zeitiveise Reger:. Von: Oktober bis Mai weht der schönes Wetter bringende Nordostpassat, in den Monaten Juni bis September treten Regen bringende Südostwinde auf, die nach Westen und Süden an Kraft zunehmen, so daß sie in der Palau-Gruppe ein ausgeprägter Südwestmonsun sind. Je weiter wir nach Osten kommen, desto weniger erkennbar wird der Südwestmonsun, und an seine Stelle treten unregelmäßige östliche Winde, während der Passat, z. B. auf den Marshall-Jnseln, auch eigentlich nur vier Monate, von Mitte Dezember bis April, weht. Daher Herrscher: in dieser den: Äquator nahen Gruppe Stiller: und wechselnde Winde, die besonders in den Monaten August bis November vor: plötzlich eintretenden Regenböen begleitet werden. Die Hauptregenzeit fällt in die Monate April bis Juni zur Zeit des Zenithstandes der Sonne, die trockene Zeit ir: der: Januar und Februar. Im allgemeinen liegt niedriger Luftdruck über allen mikronesischen Inseln das ganze Jahr hindurch und zeitweise, beirr: Eintritt der großen Wirbelstürme, sogar eir: überaus niedriger. Über der: Gilbert-, Marshall- und Karolinen-Inseln treten diese heftigen Orkane von: September an auf und richten namentlich auf den niedrigen Koralleninselr: schwere Verwüstungen an, sind aber selten.
Im ganzen liegen alle diese Inseln zwischen den Isothermen von 26°; nnr in: Winter Haber: die nördlicheren Temperaturen von 24—22 0, während in: Sommer 28 0 Mittelternperatur wohl kaun: überschritten wird. Über die Negenhöhe wissen wir nichts Näheres.
5. Das UasjaLgebieL UoLynesiens.
Sämtliche polpnesischen Inseln südlich von Mikronesien, die Sandwich-Inseln und in: Südwester: auch noch die melanesischen Fidschi-, Lopaltp-Inseln und Neukaledonien sind vor: Harm als gemeinsames Klimagebiet zusammengefaßt worden, da auf ihnen der Passat der das Klima bestimmende herrschende Wind ist, und zrvar der Nordostpassat irr: Nordei:, der Südostpassat im Süden des Äquators. Auf ihnen aller: ist eine normale tropische Regenzeit mit vorwiegendem Regen im Hoch- und Spätsommer ausgebildet; nur die Hawaii-Gruppe hat Wiuterregen.
Alle diese Inseln liegen im Mittel des Jahres zwischen der: Isothermen vor: 26 und 200, wobei sich natürlich die nördlicheren im Nordsommer, die südlicheren im Südsommer stärker erwärmen. Auf Vanua Levu (Fidschi-Inseln) hat das Jahr eine Mitteltemperatur vor: 26,2°; der wärmste Monat ist der Dezember mit 27 0, der kühlste der Juli mit 25 0. Auf Ovalau in derselben Gruppe hält sich in Levuka die Jahrestemperatur auf 25,2°, bei einem Februar vor: 26,?o und einem Juli vor: 23,8°; nach anderen Messungen (1875 — 82) beträgt sie 26", bei einem Januar von 27,80 und einen: Juli von 24,30. Suva endlich hat in: August nur 22,«?, im März 27,8", in: Mittel des Jahres 25,40 Wärme.