Vorwort.
Mit dem vorliegenden Bande „Australien und Ozeanien" schließt die „Allgemeine Länderkunde" ab.
Die Bezeichnung Australien und Ozeanien ist gewählt worden, weil Australien allein das Festland des fürchten Erdteils, Melanesien, Mikronesien und Polynesien aber je einen fest geschlossenen einzelner: Teil der Inselwelt bezeichnen. Eine Gesamtbenennnng für die Inselwelt ohne Australien fehlt. Der Name Ozeanien bedeutet in Frankreich zwar sämtliche Inseln der Südsee samt Australien, allein in Deutschland ist er in dieser Ausdehnung wenig üblich. Daher soll hier unter Ozeanien die pazifische Inselwelt außerhalb Australiens in: Gegensatz zum Festland verstanden werden.
Der Band zerfällt, wie die vorhergehenden, in geschlossene Abschnitte. Der erste bringt einen kurzen Abriß der Entdecknngsgeschichte; ihre Einteilung in zeitliche Gruppen war schwierig, weil zur Zeit manche Teile des Kontinents und der Inseln schon vollkommen erforscht, andere noch nicht einmal genau erkundet sind. Die folgenden Abschnitte: Allgemeine Übersicht, Ober- flächengestalt, Klima, Pflanzenwelt, Tierwelt, Bevölkerung und Verkehr sind in derselben Weise behandelt worden wie in Band I—III der „Länderkunde". In: achten Abschnitt sind die Staaten und Kolonien vereinigt worden, da die Aussonderung der wenigen noch selbständigen und überdies in: Übergänge zu Kolonien befindlichen Staaten nicht zweckmäßig erschien.
Eine besondere Schwierigkeit bestand bei der Abfassung des vorliegenden Bandes in der Zerstreuung und der schwierigen Beschaffung des Stoffes, namentlich des statistischen Materials.
Als Anhang ist dem Band ein Abschnitt über die Südpolarländer beigegeben worden. Diese werden hier behandelt, weil sie sich infolge des Ganges der Entdeckungsgeschichte an: besten an Australien anschließen und in: weitesten Sinn überhaupt an Ozeanien angliedern lassen, jedenfalls auch in einer „Länderkunde" als kulturfernste Erdräume den letzten Platz verdienen.
Die Karten entstammen dem Bibliographischen Institut, zum Teil unter Zugrundelegung
des Berghaus'schen „Physikalischen Atlas", jedoch unter Veränderung und Ergänzung nach den
neuesten wissenschaftlichen Forschungen. In der Schreibweise der geographischen Namen ist
möglichst die des „Stieleichen Atlas" beibehalten worden. Die Temperaturangaben sind in
Graden des hundertteilige!: Thermometers gemacht. Die Abbildungen sind alle nach gute::
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