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Die Cocospflanzungen brachten 1899 trotz der Kriegsverluste einen Gesamtertrag von 2121 Tons = rund 2150000 Kilo Kopra, das entspricht einem Handelswerte von rund 645,000 Mk. (das Kilo zu 30 Pf. gerechnet). Der Ertrag aus der Viehzucht belief sich auf ungefähr 11000 Mk., während 1886 rund 70000 Mk daraus vereinnahmt wurden; der Rückgang erklärt sich einmal ebenfalls durch die kriegerischen Unruhen, dann aber auch durch eine Einschränkung des Verkaufes im Interesse der Vergrösserung des Bestandes.
Die Vailelepflanzung ist gewissermassen im Nebenbetriebe der „Stadtpark von Apia“ ; das wird von den Residenzlern als eine gute alte Gerechtsame betrachtet. Manche Apianer gehen sogar in diesem Sinne so weit, dass sie sich beschweren, wenn die Pflanzungs- wege oder gar die prächtige Chaussee nach Vailele selbst, wo man natürlich mit Sicherheit auf die gerühmte, leider vielfach als selbstverständlich betrachtete und nicht selten missbrauchte Gastfreundschaft Hufnagels rechnet, nicht ganz den Wünschen entsprechen. Solche Leute gab und giebt es wahrscheinlich noch heute in Apia, noch mehr aber unter den Durchreisenden.*)
Tn Wahrheit verdient die im höchsten Masse liberale gastfreundliche und allgemeinen Interessen Rechnung tragende I). H. P. G. ungeteilte Anerkennung und den Dank der Apianer, sowie aller Besucher Upolus. Die Summe, welche sowohl die Gesellschaft als auch deren Angestellte, in Sonderheit die Plianzungsverwalter, in ihren Etat unter „Gastfreundschaft“ einstellen, ist jedenfalls nicht gering.
Verwaltung der Pflanzungen.
Alle drei Pflanzungen der I). H. P. G. unterstehen direkt der Hanptdirektion in Hamburg, in geschäftlicher Beziehung der Hauptagentur in Apia, deren Leiter nur in gewisser, persönlicher Beziehung formell die Functionen eines Vorgesetzten zukommen, da er ohne praktische Erfahrung dem eigentlichen Pflanzungsbetriebe fernsteht. Die Hauptagentur beteiligt sich an der Verwaltung der Pflanzungen indirect z. Zt. durch einen praktisch erfahrenen auf der Mulifanna- station ausgebildeten Beamten, der natürlich ohne eigene Vorrechte, das Bindeglied zwischen den bewährten Leitern der Kulturunternehmungen und der connnerziellen Ader darstellt. Im Übrigen geniesst jeder Verwalter, wie das unter den obwaltenden Umständen ange-
*') Neuerdings wird seitens der Direktion das Betreten der Pflanzungen ohne besondere Erlaubnis in der „Samoa-Zeitung“ fortgesetzt durch Bekanntmachung verboten.