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des Generalkonsuls Rose und Dr. Raff eis am 4. Januar einstimmig eine provisorische Regierung unter Mataafa bis zu einer endgültigen Entscheidung der Königsfrage seitens der drei Mächte eingesetzt worden. Das trug erheblich dazu bei, die Samoaner selbst zu beruhigen und eine günstige Aussicht auf Erhaltung des Friedens und gedeihlicher Entwicklung der Dinge zu eröffnen. Leider aber dauerten die englischen und amerikanischen Agitationen weiter, ohne Rücksicht auf die angerufene Entscheidung der drei Mächte. Die Verhandlungen zwischen den diplomatischen Vertretern spitzten sich immer mehr zu und führten schliesslich zu einer scharfen Scheidung der Deutschen gegenüber den Engländern und Amerikanern. Generalkonsul Rose war angesichts der rohen und drohenden Haltung seiner beiden von den Kommandanten ihrer Schiffe unterstützten Kollegen lediglich darauf angewiesen, die Instruktion seiner Regierung und weitere Verlialtungsmassregeln abzuwarten, da er auf die Unterstützung des deutschen Kommandanten nicht zählen konnte. Die schwüle Gewitterstimmung, welche sich unter diesen Umständen über dem Leben Apias immermehr verdichtete, sollte bald zu einem Ausbruch gelangen.
Die samoaiiisclien Freiheitskämpfe.
Am 6. März erschien das amerikanische Schlachtschiff „Philadelphia“ mit dem Admiral Kautz in Apia. Die „Philadelphia“ kam von den spanisch-amerikanischen Kriegen auf den Philipinen und Kautz, der sich mehr als Raufbold, denn als tüchtiger Kommandant einer Grossmacht entfaltete, war jedenfalls begierig, weitere Lorbeeren zu pflücken. Freudig benutzte er die Gelegenheit, sich sofort in die Angelegenheiten zu mischen. Am 11. März fand an Bord seines Schiffes eine Konferenz der drei Konsuln und der Kommandanten der „Philadelphia“, „Porpoise“ und „Falke“ statt, in welcher die Engländer und Amerikaner die provisorische Regierung als erledigt erklärten, während Rose feststellte, dass er bis zum Eintreffen der von den Regierungen erbetenen Entscheidung an der provisorischen Regierung festhalten müsse. Trotz dieser formellen Erklärung erliess Kautz am nächsten Tage eine Proklamation an Mataafa und seine hohen Häuptlinge, in welcher er ihm anzeigte, dass „die sogenannte provisorische Regierung nicht anerkannt“ werden w ü r d e und sie aufforderte, mit ihren Leuten unverzüglich nach ihren Dörfern zuriick- zukehren. Da in diesem Aufruf gesagt war: „die Vertreter der