Zusammenschlüssen. Mataafa selbst hielt sich, getreu seinem Versprechen, von allen offiziellen Kundgebungen und Rüstungen fern.
Die Kämpfe.
Am 1. Januar 1899 war ein Zusammenstoss nach der Erklärung des Oberriclxters unvermeidlich, zumal die Missionspartei, mit Sicherheit auf den Schutz der Kriegsschiffe rechnend, ausserordentlich kampfeslustig und siegesfreudig war. Mataafa selbst suchte zunächst den Ausbruch der Feindseligkeiten zu verhindern; jedoch seine vermittelnden Absichten wurden durch die Tanupartei, welche sich bei der englischen Mission verschanzt hatte, vereitelt. Von ihrer Seite gab ein Schuss das Zeichen zum Kampfe, der sehr bald mit dem Vordringen der Mataafaleute eine für die Missionspartei ungünstige Wendung nahm. Eine grosse Zahl ihrer Anhänger ging bereits bei Beginn des Gefechtes zu der Mataaf'a- partei über, die übrigen flohen in das Bereich der englischen Mission, und in den Schutz englischer Marinetruppen, welche Sturdee gelandet hatte. Die Situation der Tanuleute wurde jedoch bald sehr bedenklich ; denn die Mataafakrieger umzingelten sie und drängten sie schliesslich zur Küste, von wo aus mehrere hundert von ihnen Zuflucht auf dem Wasser und bei den Kriegsschiffen suchten, wo sie bei hoher See noch viele Verluste gehabt haben sollen, nachdem bereits an Land mehrere ihrer Krieger gefallen waren. Am 2. Januar war Apia vollkommen von Tanuleuten gesäubert und die Mataafa- partei hatte die volle Herrschaft errungen; auch die Anstifter des Streites waren mit dem Oberrichter an Bord geflüchtet. Die Tanuleute lagen in etwa 20 überfüllten Booten bei dem „Porpoise“ in einer verzweifelten Situation, denn der englische Kommandant verweigerte ihre Aufnahme an Bord, sodass schliesslich Kapitän Scliün- felder aus Menschlichkeit den Bedrängten Unterkommen auf dem „Falke“ anbot. Das bewog endlich auch Sturdee seine „Freunde“ aufzunehmen. Die an den Kriegsschiffen gelandeten Samoaner der Missionspartei wurden auf allgemeinen Beschluss dort entwaffnet und sollten dann nach ihrer Heimat zurückgeschickt werden, denn jetzt sahen auch die anglo-amerikanischen Vertreter ein, dass augenblicklich die unbestrittene Übermacht Mataafas bezw. seiner Anhänger jedes weitere Einschreiten erfolglos machen musste.
Über die hier kurz erwähnten Vorgänge und die Ereignisse bis zum 5. Januar berichtete Generalkonsul Rose:
„Die Streitigkeiten anlässlich der Königswahl hatten allmählich eine Bedeutung gewonnen, die über das Interesse, das einer reinen Eingeborenen-