Konsul Dr. Knappe ein Ende zu machen. Er forderte zunächst die Samoaner allgemein auf, die Waffen abzuliefern. Tamasese erklärte sich dazu bereit, aber nicht Mataafa. Dr. Knappe requirierte daher die Hilfe des deutschen Geschwaderchefs, Kommandanten vom Kreuzer „Adler“, Korvettenkapitäns Fritze zu einer schlimmstenfalls gewaltsamen Entwaffnung Mataafas in seinem Lager über Laulii, gegenüber der befestigten Stellung Tamaseses. Konsul wie Kommandant hatten damals leider trotz aller schlechten Erfahrungen doch noch die Gemeinheit der nationalen Feindseligkeiten und auch die Stärke und Kriegstüchtigkeit der Samoaner unterschätzt und vor allem nicht mit der Möglichkeit eines Verrates gerechnet.
Das Gefecht hei Vailele.
Am 18. Dezember sollten die Zugänge zu Mataafas Bergfeste, die nach Osten von Tamasese beherrscht wurden, im Westen vom deutschen Landungskorps verstellt, und dann die Samoaner genötigt werden, die Watten abzuliefern, andernfalls von den Kriegsschiffen beschossen werden, sodass ihnen kein Ausweg blieb, als der, sich zu ergeben und sich entwaffnen zu lassen. Es kam leider ganz anders; und aus der wohldurchdachten Entwaffnung wurde ein blutiger Waffengang, der erste grössere und opfervolle Kampf unserer Marinetruppen an Land, über dessen Verlauf Konsul Knappe selbst berichtete:
„Am 18. Dezember 2 Ehr Morgens verliessen ein Prahm mit 1)0 Mann und 2 Boote mit zusammen etwa f>0 Mann, sämtlich der ..Olga“ angehörend, den Hafen von Apia um auf der deutschen Pflanzung Vailele zu landen und Mataafa die Wege nach Apia abzuschneiden. Das Landungskorps hatte den Befehl, nicht zu schiesssen, ausser, wenn es angegriffen wurde“.
An Bord der Adler wollte Konsul Knappe gegen Morgen nach Vailele fahren, um mit Mataafa zum Zweck der freiwilligen Entwaffnung in Unterhandlungen zu treten; auch das Kanonenboot Eber sollte mit Tagesanbruch vor Laulii erscheinen.
Die Boote fuhren zusammen ostwärts an der Küste entlang. Am englischen Konsulat ging sofort ein Signal aut, welches von den Aufständischen beantwortet wurde. Gleichzeitig schienen sich Bewaffnete am Strande zu sammeln. Nach einiger Zeit wurden die Boote von Land aus angerufen und zwar anfangs samoanisch, später in gutem Englisch. Der Amerikaner John Klein, ein heruntergekommener Zeitungsreporter, der sich seit Ausbruch