Anhang.
Der Name „Somali" und andere geographische Namen (zu S. 7 u. 419). — Burton und Hartmann geben zwar an, „Somali" sei der Singular, „Somal" der Plural, aber nach genaueren Untersuchungen (Kolon.-Polit. Korresp. 1887, Nr. 19) lautet der Singular „Somal", der Plural „Somal"; jedenfalls ist also der Gebrauch von „Somali" überhaupt zu verwerfen. Die verschiedenen Abteilungen des Wortes sind alle zweifelhaft: von 8o mall, d. h. Gehe, melke! (Haggenmacher), oder von Numal, Schmied; Hildebrandt sagt, somal bedeute „schwarz" in der Landessprache, aber in der Somal- sprache heißt schwarz maäou; nach Paulischke vom arab. saumal, d. h. tapfer, oder von 8omal, hohe Hügel, rc. Die Somal selbst kennen den Namen nicht, und die Araber nennen das Land Uai- Uajkm.
Zum Verständnis mancher geographischen Namen zwischen der ostafrikanischen Küste und den Seeen dient noch folgendes: In der Suahilisprache, einer Präfixsprache wie alle Bantusprachen, bedeutet "Wa Volk, Bewohner, ^Va8uab11i, die Bewohner des Suahililandes, Li Sprache, also Lmuabili, die Sprache des Suahililandes; das Vorsetzen eines m bedeutet: Mann, Person aus einem bestimmten Volke, also Llmmbili ein Suahili; u bedeutet Land, also das Land Sagara, IIni3.w68i das Land Niamesi.
Die Stationen und Expeditionen der Deutsch-ost- afrikanischen Gesellschaft (zu S. 58). — Trotz der anfangs spärlich fließenden Mittel hat die Deutsch-ostafrikanische Gesellschaft in kaum zwei Jahren eine wahrhaft bewundernswerte Thätigkeit entfaltet. Vom Dezember 1884 bis Ende 1886 hat sie 13 Stationen, Faktoreien und Depots angelegt: Zanzibar, Simaberg, Kiora, Halule, Dunda, Madimola, Korogwe, Usaungula, Petershöhe, Bagamoyo,