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Deutsch-Afrika und seine Nachbarn im schwarzen Erdteil : eine Rundreise in abgerundeten Naturschilderungen, Sittenscenen und ethnographischen Charakterbildern ; Nach den neuesten und besten Quellen, für Freunde der geographischen Wissenschaften und den Kolonialbestrebungen, sowie für den höheren Unterricht / Von Johannes Baumgarten. Mit einer Karte von Deutsch-Afrika
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Bilder von der Goldküste.

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So vergeht langsam die Nacht in diesem peinlichen und krank­haften Zustande, oder es entladet sich ein Gewitter und ein reichlicher Regen, unter dessen Einfluß das Thermometer langsam sinkt und uns schließlich doch noch das Gefühl einer wohlthätigen Erfrischung gewährt.

Man kann sich eine beiläufige Vorstellung machen von dem peinlichen Zustand, in dem man sich während der Regenzeit am Senegal befindet, wenn man sich das Gefühl des Unbehagens, welches man in Europa kurz vor Ausbruch eines Sommergewitters empfindet, verzehnfacht denkt.

Dr. Julius Hann.

Handbuch der Klimatologie. Stuttgart, 1883.

Wer von der GMiiSr?)

I.

Anblick der Goldküste vom Meere aus. Die Wälder. Fischerflotten. Cape-Coast-Castle.

Die Goldküste Afrikas, die sich vom Flusse Assini bis zum Flusse (Rio) Volta erstreckt, bietet ein weites Feld für anziehende und mannigfaltige Betrachtung dar. Ihr sonnenstrahlender Himmel, nur selten durch Trübe oder Ungewitter entstellt; ihr lieblicher Wechsel von Berg und Thal; ihre tiefen, undurchdringlichen Dickichte; ihre majestätischen Waldbäume und die ewiggrüne Frische ihrer üppig wuchernden Pflanzenwelt; ihr Miueralreichtum, der noch verschlossen im geheimnisvollen Schoße ihrer Berge oder in der Tiefe ihrer schwarzen und schlammführenden Ströme ruht; ihre köstlich-süßen

*) Aus Cruickshand. Ein achtzehnjähriger Aufenthalt auf der Goldküste Afrikas. Leipzig, 1856. Die genaue Übereinstimmung der ethno­graphischen Beobachtungen des Dr. Oskar Lenz (Skizzen aus Westafrika, 1878) mit der überaus wertvollen und in betreff der Goldküste noch weit ausführ­licheren Darstellung von Cruickshand giebt den folgenden Auszügen aus letzterem Werke ganz das Interesse der Aktualität, besonders auch, da wir nur das herausgenommen haben, was sich seitdem fast gar nicht in den Sitten und An­schauungen der Neger verändert hat.