Worwort.
Vom Mai 1901 bis zum Juni 1903 war ich als Kolonialbeamter in Deutsch- Ostafrika tätig und habe während dieser Zeit sowohl an mir als auch an anderen den Mangel an einer volkswirtschaftlichen Vorbildung oft empfunden. Nach meiner Rückkehr suchte ich mich deshalb durch das Studium der Staatswissenschaften an der Kaiser-Wilhelm-Universität zu Straßburg zu vervollkommnen.
Die Vorlesung des Herrn Professor Dr. G. F. Knapp über Kolonien zeigte mir die Geschichte und Entwickelung der portugiesischen Kolonien in einem ganz neuen Lichte und wurde die Veranlassung zu vorliegender Arbeit, indem sie mich dazu anregte, die beiden wichtigen Fragen der Arbeitsverfassung der Eingeborenen und der Besiedelung in den afrikanischen Kolonien Portugals für die neueste Zeit zu untersuchen.
Bei diesen Untersuchungen wurde ich in liebenswürdigster Weise durch Mitteilungen des Herrn Aengeneyndt in Groß-Lichterfelde, welcher jahrelang in Angola als Kaufmann ansässig war, und durch Herrn Hofrat Zander vom Auswärtigen Amt in Berlin unterstützt. Herr Zander hat mir nicht nur seine vorzüglichen, auf langem Aufenthalt in Lissabon beruhenden Kenntnisse portugiesischer Verhältnisse zur Verfügung gestellt, sondern auch durch Anfertigung vieler und langer Übersetzungen, zeitraubende Arbeit erspart.
Beiden Herren sei hierfür bestens gedankt.